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Die Plattform opencaching.de => Opencaching 3.0 - Ideen und Gedanken => Thema gestartet von: rohash am 13. Mai 2018, 08:42:03

Titel: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: rohash am 13. Mai 2018, 08:42:03
Hallo zusammen,

ich nutze für meine Caches gern NFC-Tags (Funkchips) und QR-Codes (Pixelbild) bei Stationen von Multis oder als virtuellen Dosenersatz, da diese seltener gemuggelt werden.

Gerade mit den NFC-Funkchips gibt es ganz neue Möglichkeiten, da sich diese völlig verdeckt verstecken lassen. In München teste ich z.B. gerade NFC-Chips fest im Mauerwerk unterm Putz einzubauen.

Mit QR (optisch) und NFC (Funk) lassen sich Geokoordinaten, Texte oder Links fürs Smartphone lesbar verstecken. Um den Cache wartbar zu halten sind Links am besten, da die Webseite zum QR-Code oder NFC-Tag nachträglich bearbeitet werden kann. Ich nutze dafür z.Z. Seiten auf Wordpress.com, die auch einzeln per Passwort geschützt werden können. Die langen Links werden mit Bit.ly gekürzt, da ich hier den Kurzname vorgeben kann.

Für NFC und QR fände ich ggf. eine Erweiterung für Opencaching ganz praktisch.

Das wichtigste Feature gibt es auf OC schon, denn nur dank Kennwort fürs Onlinelogbuch lassen sich virtuelle Caches umsetzen. Bisher zeigt mein Link vom QR oder NFC auf eine Webseite, wo ich das Kennwort zum Loggen hinterlegt habe. Viel bequemer wäre jedoch ein versteckter Direktlink auf Opencaching bei dem automatisch geloggt würde und der Owner müsste nicht auf Wordpress etc ausweichen. Es bräuchte dafür eine dokumentierte / dauerhafte URL-API von Opencaching zum Loggen per Passwort (z.B. per Salt und Hash).

Ein weiteres neues Feature könnten "Unterseiten/-abschnitte" für Multis sein, die im normalen Listing (noch) nicht sichbar sind. Erst wenn z.B. der QR-Code der ersten Station gelesen wurde, dann gibt es die Beschreibung, Hints und Bilder zur nächsten Station. Bisher lagere ich den Hint&Co auf Wordpress aus.

Wie sieht es bei euch aus? Welche Erfahrungen habt ihr mit QR-Codes und NFC-Tags beim Geocaching gemacht?

Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: mic@ am 13. Mai 2018, 10:28:00
Zitat von: rohash
Wie sieht es bei euch aus? Welche Erfahrungen habt ihr mit QR-Codes und NFC-Tags beim Geocaching gemacht?

Mit QR-Codes hatte ich damals schon oft zu tun, als ich noch aktiv Munzee gespielt habe.
Ging eigentlich recht gut, wenn die Lichtverhältnisse passten.

Funktionieren NFC-Tags in etwa so wie die Chirps von Garmin?
Oder kommen die ohne Batterien aus?
Denn bisher hatte ich mit Chirps eher Probleme, was aber auch an meinem Handy liegen kann.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: rohash am 13. Mai 2018, 11:21:17
NFC-Tags gibt es als runde Aufkleber, als Schlüsselanhänger, als Fingerring und als Chipkarte.

Die Aufkleber kosten ca. 0,10 Euro pro Stück und werden meist im Einzelhandel eingesetzt. Das coole daran ist, dass diese RFID-Technik ohme Batterie auskommt und du kein spezielles Gerät brauchst. Nokia hatte 2006 das erste NFC-Handy am Markt und Android kann das seit 2011.

Die Daten auf NFC-Chips können nachträglich per Funk geändert werden, wobei der Owner ein Passwort als Schreibschutz setzen kann. Es gibt auch Zugriffszähler, die die Anzahl der Lesevorgänge protokolliert.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: mic@ am 13. Mai 2018, 16:20:20
Zitat von: rohash
NFC-Tags gibt es als runde Aufkleber, als Schlüsselanhänger, als Fingerring und als Chipkarte.
Die Aufkleber kosten ca. 0,10 Euro pro Stück und werden meist im Einzelhandel eingesetzt. Das coole daran ist, dass diese RFID-Technik ohne Batterie auskommt und du kein spezielles Gerät brauchst.

Das ist wirklich nicht schlecht, denn gerade die Notwendigkeit einer Batterie sehe ich als kritisch an.
Ich habe mal etwas zu NFC gegoogelt, da steht:

# Da NFC ursprünglich als Standard zum kontaktlosen Bezahlen entwickelt wurde,
# ist die Reichweite bewusst auf wenige Zentimeter begrenzt. Dadurch wird gewährleistet,
# dass nicht Ausversehen bezahlt wird, sobald man sich in der Nähe einer Kasse aufhält.

Hier würde man also vom Suchenden erwarten, daß er punktgenau den Cache findet.
Bzw. daß NFC erst zum Einsatz kommt, wenn man den Cache schon gefunden hat.
Dürfte also ok sein, und der Preis ist ja sicherlich keine Hürde.

Klingt alles recht interessant, aber Erfahrungen mit NFC-Caches habe ich selber leider noch nicht gemacht.
Auf jedenfall bräuchte man dann ein neues Cacheattribut ("radio access").
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: rohash am 13. Mai 2018, 17:56:01
Im neuen Personalausweis ist auch so ein RFID-Chip auf 13.56 MHz verbaut. Einfach mal mit einem NFC-fähigem Smartphone ausprobieren.

In der Tat kann man ohne spezielle Antenne den Funkchip nur aus 1-2 cm auslesen, d.h. man muss den Geocache gefunden haben. Die Energie holt sich der NFC-Chip aus den Funkwellen vom Smartphone, daher ist diese Technik fast wartungsfrei (mehreren Tausend Lesevorgänge).

Bei mehreren Caches wurden die NFC-Tags bereits mehrfach erfolgreich ausgelesen und führten zum Ziel. Gerade an hoch frequentierten Plätzen kann der NFC-Tag unbehelligt gelesen bzw. geloggt werden.

Unter https://www.handy-deutschland.de/nfc-handy.html (https://www.handy-deutschland.de/nfc-handy.html) gibt es eine gute Übersicht an NFC-fähigen Smartphones. Als App zum Lesen und Schreiben für Android kann ich "NFC Tools" empfehlen. Es können mehrere Datensätze (URL, GEO, Text, ..) auf einem Chip gespeichert werden. Günstige 13.56 MHz NFC-Tag Aufkleber mit 100 Stück für 10 Euro inkl. Versand gibt es z.B. auf Aliexpress. Die haben 180 Byte Speicher, von dem du Netto 136 Byte nutzen kannst.

Ohne extra App öffnet Android den ersten Datensatz auf dem Chip, weshalb das ein Link zu einer Infoseite zum Cache sein sollte. Zusätzlich sollte noch ein Datensatz mit Freitext und ggf. Geokoordinaten gespeichert werden, damit der Tag auch offline nutzbar bleibt. Da vermutlich die meisten Leute heute mobiles Internet haben (gibt es ja ab 0 Euro z.B. bei Netzclub), sollte auf der Webseite zum NFC alles notwendige stehen, damit der Geocacher loggen kann oder die nächste Station findet.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: pferseeer am 13. Mai 2018, 22:16:54
Hört sich gut an. Könnte man die Tags auch vor Ort beschreiben lassen? Quasi wie ein digitales Logbuch?
Hab gleich mal welche baystellt.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: rohash am 13. Mai 2018, 23:34:17
Finde ich Klasse, wenn sich die Idee weiter verbreiten würde. Auf die NFC-Tags hat ja keine GC-Plattform ein Monopol.

Wie meinst du das, vorort? Als Owner kannst du den Chip jederzeit z.B. mit den NFC-Tool neu beschreiben, wenn du vorher den Schreibschutz löscht und die Speicher leerst.

Schreiben als Logeintrag geht mit den NFC-Tags meine ich nicht, weil Trolle den Tag komplett leeren könnten. Was eher ginge wäre, wenn eine App wie c:geo die NFC-ID auslesen würde und es fürs Loggen eine Standard-API von OC.de nutzen könnte.

Ein wartungsfreies digitales Universal-Logbuch mit 9 Volt Batterie würde ich per ESP8266-Wifi-Hotspot machen, da hast du für ca. 3 Euro mit 3 Megabyte viel Speicher für Einträge. Für diese Elektronik bräuchtest du aber mehr Platz, ungefähr eine Filmdose.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: rohash am 13. Mai 2018, 23:49:56
Wenn du selbst NFC-Caches legen möchtest, dann findest du unter https://rohashgc.wordpress.com/2018/04/29/geocaching-nfc-tag-und-qr-code/ (https://rohashgc.wordpress.com/2018/04/29/geocaching-nfc-tag-und-qr-code/) einen Blogpost dazu.

Metall ist nicht gut, weil es die Strahlung abfängt. Plastik, Glas, Holz und andere Stoffe sind gut geeignet.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: pferseeer am 14. Mai 2018, 13:58:12
Interessant, interessant. Auch deine WS.
Das mit dem ESP-Chip könnte mir auch gefallen. Ich würde allerdings versuchen den mit einer oder mehreren kleinen PV-Zelle zu betreiben die man dann (im Dunkeln) anleuchten muss. Hast du evtl. einen Aufbauplan für den Hotspot?
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: Slini11 am 14. Mai 2018, 20:20:34
Ich habe im letzten Jahr einen Cache gesucht, bei dem man mit einem "Messgeräte", an das man eine 9Volt-Batterie anschließen musste, bestimme Stellen in einem Lost Place absuchen musste.
Diese Stellen wurden durch eine Videosequenz gezeigt. Hinter der Tapete / Wand etc. hatte der Owner dann NFC/RFID?-Chips versteckt, auf die das "Messgerät" regaiert hat und auf dem L2C-Display Infos ausgegeben hat. Eine wirklich sehr coole Station.

NFC-Tags habe ich auch selbst daheim. Die wollte ich mit meinem Smartphone beschreiben, aber leider ist dieses (offenbar) dafür zu schlecht, auch wenn es eine NFC-Funktion hat :( (Die Perso-Ausweisapp funktioniert damit auch nicht).
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: rohash am 14. Mai 2018, 22:21:36
Mit meinem günstigen Samsung A3 (2017) klappt es unter Android problemlos mit der App "NFC Tools" https://play.google.com/store/apps/details?id=com.wakdev.wdnfc (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.wakdev.wdnfc). Laut den Logs funktioniert scheinbar nicht jede App mit jedem Smartphone.

Mit der o.g. App kann ich auch den Personalausweis lesen und die 13.56 MHz NFC-Tags beschreiben. Eventuell kannst du im Saturn / Media Markt mal versuchen deine NFCs mit einem Vorführgerät zu testen.

Bei "NFC Tools" geht man auf den Reiter SCHREIBEN und legt z.B. einen Datensatz URL an, klickt dann auf den Button SCHREIBEN und hält den NFC unters Handy. Nach 2 Sekunden kommt dann die Meldung OK. Btw muss ich vorher in den Einstellungen NFC aktiviert haben.

PS: Mit NFC-Tags in der Wohnung, im Auto und Büro lassen sich Abläufe ala IFTTT automatisieren.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: pferseeer am 14. Mai 2018, 22:44:25
Wie funktioniert das mit dem Zählen der Zugriffe bei NFC Tags?
Eine einzelne Zahl die mit jedem Auslesen steigt? Oder nur bei jedem neuen Gerät, oder mit Zeit und Datumsstempel?
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: rohash am 14. Mai 2018, 23:12:38
Der Zähler wird bei jedem Lesevorgang um eins erhöht.

Sofern das mal Einzug in c:geo etc nimmt, dann wäre über den Zähler ein recht sicherer Fake-Log zu verhindern. Die App würde sich Timestamp und Zählerstand merken und das Backend könnte prüfen, ob der Log plausibel ist. Man müsste jedoch aufpassen, dass sich da niemand ein Monopol drauf aufbaut. Ich hätte keine Lust, dass eine Firma mir Seriennummern für NFCs verkauft.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: ITRECKS am 15. Mai 2018, 13:23:41
Wenn mich beim Geocachen irgendetwas ankotzt, so ist das der Zwang, außer einem GPSr irgend einen technischen Schnickschnack benutzen zu müssen. Warum wollen immer einige Leute das Geocachen neu erfinden? Technische Spielereien erhöhen niemals die Qualität eines Caches! Mit 'ner UV-Lampe geht es los, dann braucht man einen Magneten, eine Angel usw., usw.
Am schönsten finde ich Cachen nur mit Garmin, Zettel und Stift!
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: Kassena Tomat am 15. Mai 2018, 17:20:28
ITRECKS, wohnst du in einer Höhle, reist mit dem Esel und kommunizierst per Rauchzeichen?
Ist doch normal, das die technische Entwicklung auch neue Möglichkeiten mit sich bringt.
Und die (aller)meisten Caches lassen sich ja immer noch wie von dir gewünscht ganz oldschoolmäßig machen.
Ach, war das schön, als man seine Musik noch knisternd am Grammophon hörte...
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: ekorren am 15. Mai 2018, 21:59:49
wohnst du in einer Höhle, reist mit dem Esel und kommunizierst per Rauchzeichen?
Ach ja, das übliche Totschlagargument gegen jede "muss das sein"-Frage...
... auch wenn natürlich das Posting davor genauso Totschlagargument war und völlig undifferenziert ;)

Aber ganz ehrlich: ITRECKS hat es zwar deutlich übertrieben, aber m.E. einen validen Punkt getroffen.

Mich nervt die Materialschlacht nämlich auch kolossal, vor allem bei der Nachbarplattform. Bestimmte Ausrüstung einfach vorauszusetzen ist vielleicht für manche primär Freude an Technikspielen. Aber hat auch andere Wirkungen: Nämlich Ausgrenzung. Und das ist m.E. bei manchen Ownern und lokalen Communities sogar bewusst gewollt (wieder auf der Nachbarplattform natürlich).

Wer keine umfangreiche Kletterausrüstung ständig in der Nähe griffbereit hat, keine Angel mit mindestens soundsoviel Metern Länge auf Verdacht mit sich rumschleppt... oder eben auch, wer nur ein Smartphone der einfacheren Klasse dabei hat, was weder NFC noch ANT+ kann... (und ganz ehrlich: Die einzige Anwendung dafür, wo mir diese beiden Features m.E. einen Nutzen bringen würden, sind die zum Glück wenigen entsprechenden Caches)... wie auch immer, wer halt die Materialschlacht nicht mitmacht, der ist kein würdiges Clubmitglied und sowieso nicht erwünscht. Soll halt weiter Mammuts jagen wie Steinzeitmenschen seiner Art es schon immer tun, und nicht cachen.

Und weil man ja alles voraussetzen darf, muss man auch nicht mal dazuschreiben, was man braucht (oder gar eine passende Wegfiltermöglichkeit schaffen). Schließlich soll ja noch Spannung da sein, wenn man erst vor Ort sieht, was man machen muss... auch wenn das, was man dann vor Ort tut, ist, den Owner zu verfluchen und das Ding auf die Ignoreliste zu schmeißen.

In diesem Sinne: Ich habe nichts gegen Technikspielereien. Aber es muss auf den ersten Blick klar sein, was man an Ausrüstung mitbringen muss, und es muss eine Möglichkeit geben, zu sagen: Das hab ich nicht, das brauch ich nicht. Ohne erst hinzulaufen, und ohne nachher als Steinzeitmensch abgekanzelt zu werden.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: rohash am 15. Mai 2018, 22:39:24
Der Thread (ent)gleitet jetzt so langsam auf eine zwischenmenschliche Ebene. Ich habe verstanden, dass es für die einen gute Gründe für konventionelles Geocaching gibt. Andere sind offener für neuere Ideen.

Sollte es die überwiegende Mehrzahl der Nutzer von OC.de ähnlich sehen, dann wäre das eben das Alleinstellungsmerkmal von OC. Auf OC gäbe es nur klassische Caching mit Papier und Dose. Keine Punkte, nix. Geocaching pure.

Nerds sollen sich gefälligst eine andere Plattform suchen und da ihren Fetisch ausleben. Oder was eigenes auf die Beine stellen.

Genug der Schwarz-Weiß-Malerei. Wenn du eine Meinung dazu hast, dann kannst dich ja an der Abstimmung beteiligen. Oder schreibe ein Kommentar, falls du eine coolen Technik-Cache kennst.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: Slini11 am 15. Mai 2018, 23:25:47
Ich denke, dass es sehr gut ist, wenn möglichst unterschiedliche Caches angeboten werden. Gerne aus mit technischen Spielereien, Kletterausrüstung, Tauchausrüstung etc. (auch wenn ich z.B. überhaupt nicht tauche oder klettere) Denn genau diese Vielfalt macht das Spiel aus. Die Cachequalität hat sich meiner Meinung nach in den letzten 20 Jahren schon deutlich gesteigert, auch weil sicher Owner immer wieder übertreffen wollen (was ein schöner Ansporn ist). Und wenn man die Cachevielfalt durch Elektrikcaches erweitert, werden sich sicher einige Cacher über tolle Basteleien freuen. Der Wettbewerb gilt übrigens auch für die Plattform an sich: Wenn man das Angebot selbst nicht schafft, nehmen es irgendwann andere ein (siehe Munzee).
Das beste ist aber: Es gibt einen Ignorieren-Button und wer Elektrocaches, Klettercaches, Powertrails, Wandertouren oder was auch immer nicht mag, kann diese Caches mit einem Klick ignorieren :).
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: Kassena Tomat am 16. Mai 2018, 09:56:34
Ich cache auf beiden Plattformen und den Umständen entsprechend deutlich mehr auf geocaching.com. Bin dort aus Prinzip nichtzahlendes Mitglied und das reicht bisher völlig.
Der Anteil an Caches, der irgendeine spezielle Ausrüstung oder technischen Schnickschnack erfordert, ist sehr gering. Klettercaches sind i. d. R. klar erkennbar, meist durch T5 und/oder Hinweis. Ab und zu hilft 'ne Taschenlampe oder ein Spiegel, beides bietet bereits ein normales Smartphone. Wenn ECA erforderlich ist, hilft meist schon was provisorisches wie ein Stock, Ast o. a.
Die paar wenigen Caches, die mehr verlangen, lasse ich halt weg. Und das Smartphone ist für mich keine Sonderausstattung, da ich erst mit diesem Hobby angefangen habe, als Smartphones schon "Standard" waren.

Ich denke, man sollte da offen und locker sein. Es ist für alle was dabei, ich z. B. mache prinzipiell keine Webcam-Caches oder Eventcaches. Finde es aber völlig ok, dass es die gibt. Und daher habe ich auch kein Problem damit, wenn es (künftig) NFC Caches gibt. Man muss sie ja nicht machen.
Die allermeisten Caches werden sicher noch lange "normal" zu machende Dosen bleiben.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: ekorren am 16. Mai 2018, 11:41:36
Der Anteil an Caches, der irgendeine spezielle Ausrüstung oder technischen Schnickschnack erfordert, ist sehr gering.
Das kann ich mittlerweile nicht mehr bestätigen. Kletterausrüstung in der einen oder anderen Art und mehrere Meter lange Angeln sind bei den "wahren Cachern" wohl inzwischen fast immer im Auto und werden durchaus auch schon mal gar nicht mehr erwähnt. Wer halt nicht zu den wahren Cachern gehört oder womöglich nicht mit dem Auto kommt und seine ECA zuhause gelassen hat, ist eh unerwünscht. Auch T<5 bedeutet leider keineswegs, dass man den Cache mit ausreichender Überlebenswahrscheinlichkeit ohne spezielle Klettersicherung angehen kann. Viele Klettercaches, die auf keinen Fall ohne zusätzliche Sicherung angegangen werden sollten, sind nur mit T4 oder sogar 3.5 bewertet.

Und ich habe eben immer stärker den Eindruck, dass diese Selbstverständlichkeit, bestimmte Ausrüstung vorauszusetzen, ein weiteres Symptom der zunehmenden Clubbildung und der - bewussten oder unbewussten - Ausgrenzung von Personen außerhalb eines (eingebildeten?) engeren Zirkels ist. Also in derselben Reihe steht wie Premium-only-Caches und Insiderrätsel, die man eigentlich nur lösen kann, wenn man den Owner und sein Umfeld kennt und Tipps direkt von ihm oder indirekt von anderen Insidern bekommt. In vielen Fällen ist es den Ownern wahrscheinlich gar nicht bewusst, dass sie andere ausgrenzen. In der eigenen Wahrnehmung, im eigenen Echoraum, also bei den Cachern, mit denen man sich bevorzugt austauscht, ist es ja so, dass das alles selbstverständlich ist.

Zitat
Ich denke, man sollte da offen und locker sein. Es ist für alle was dabei, ich z. B. mache prinzipiell keine Webcam-Caches oder Eventcaches. Finde es aber völlig ok, dass es die gibt. Und daher habe ich auch kein Problem damit, wenn es (künftig) NFC Caches gibt. Man muss sie ja nicht machen.
Da stimme ich dir im Prinzip zu. Was mich hier aber eben aufgeregt hat, ist dieses idiotische "Wer da nicht sofort begeistert ist, ist ein Steinzeitmensch und gegen allen Fortschritt"-Totschlagargument.

Nur weil ich ein 100-Euro-Smartphone benutze, was nun mal kein NFC kann, telefoniere ich doch nicht mit Rauchzeichen. Das macht mich zwar vielleicht zu jemandem, der dem Gewinn von Apple und Samsung nicht so zuträglich ist wie es diese Firmen gerne hätten, aber nicht zum Steinzeitmenschen mit einer Mission zur Verhinderung des Fortschritts. Mein Fahrrad ist auch kein Esel, obwohl Hubschrauber schon erfunden worden sind.

Ich habe im Prinzip nichts gegen technische Spielereien. Ich habe nur etwas dagegen, Ausrüstung als selbstverständlich anzusehen ("hat doch sowieso jeder"), die keineswegs selbstverständlich ist und für dieses Hobby im Allgemeinen auch in keiner Weise benötigt wird. Das sind alles Spezialitäten, die Spass machen können, aber - falsch eingesetzt - auch den Spass verderben können. Nämlich dann, wenn man unerwarteterweise mit der Notwendigkeit konfrontiert wird oder die Technik doch nicht so funktioniert wie sie soll.

Und deswegen ist mir eins wichtig: Es muss in der Cachebeschreibung deutlich und unübersehbar sein, dass man bestimmte Ausrüstung braucht und welche. Keine Ausrüstung, nicht einmal ein Schraubenzieher, darf als selbstverständlich angesehen werden. Es sollte auch Möglichkeiten geben, die entsprechenden Caches gezielt wegfiltern zu können.

Nachtrag:

Auf die Umfrage in diesem Thread kann ich nicht sinnvoll antworten. Denn schon die Frage oben "Bist du offen für Innovation" unterstellt, dass man, wenn man nicht genau das toll findet, was dahinter erwähnt wird, eben nicht offen für Innovation ist. Warum aber nun gerade das Nur-Onlinelog besonders innovativ sein soll, erschließt sich mir nicht.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: Kassena Tomat am 16. Mai 2018, 15:32:10
Mag sein, dass es bei den sog. Premiumcaches mehr Caches gibt, die irgendwelches Spezial-ECA erfordern. Da ich die nicht zu sehen kriege, weiß ich es nicht. Wenn dem so ist, habe ich ja einen Grund mehr, GC kein Geld in den Rachen zu werfen.
Wobei ich elektronisches/digitales Zubehör als was anderes betrachte als "klassisches" ECA wie Leitern, Seile, Magnetheber oder Taschenlampen. Letztere gibt es ja schon seit der Geocaching-"Steinzeit", während sich der digitaltechnische Kram rasend schnell weiterentwickelt. Was gestern noch nicht denkbar war, geht heute bereits und ist morgen weitgehend Standard.

Wie gesagt, es gibt unzählige Cachetypen, da ist nach meiner Erfahrung für jeden genug dabei. Und die Caches oder Cachetypen, die man nicht mag oder machen will, lässt man eben weg. Dazu gehören bei mir z. B. ein Großteil der Mysterys, die mir oft zu kryptisch sind und mir da der Ehrgeiz fehlt. Und wenn ich erst vor Ort feststelle, dass der Cache für mich nicht machbar ist, dann ist es eben so. Hier heißt es doch immer, Punkte sind nicht so wichtig.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: Le Dompteur am 16. Mai 2018, 18:46:39
Und dann gibt es noch die Ultimativen, die einen Helikopter am Superbonus coord.eu/OC12345 (http://coord.eu/OC12345) erwarten... SCNR!
Ich finde technische Spielereien an Caches sehr interessant und eine schöne Entwicklung vom einstigen Letterboxing hin ins 21 Jhdt. Allerdings erwarte / verlange ich dann vom Owner, daß er im Vorfeld, sprich: Listing, ganz klar die benötigten "Extras" auflistet - und sei es nur die Maut-Gebühr für eine Brücke. Oder, daß er alles benötigte Spezial-"Werkzeug" in den Stationen davor bereitlegt.
Ein gebrauchtes, technisch einwandfreies Smartphone mit "Spider-App" auf dem Display ist bei ebay schon für 1 € zu bekommen. Dazu ein vollgeladenes Powerpack auf Kosten des Owners und der (/mein) Spaß kann losgehen, als Neanderthal-Cacher, der den Kram an St. 1 artig wieder zurücklegt.
Solch Angbot und "garantiertes, mögliches Gelingen" würde mein Interesse wecken - egal, wie schlecht vorbereitet ich den Cache anginge.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: Slini11 am 17. Mai 2018, 18:29:32
So, nochmal zum Thema NFC zurück und den zwei neuen NFC-Caches in München von dir rohash (https://opencaching.de/OC14813 und https://opencaching.de/OC14814).
Mir ist da gerade aufgefallen, dass dort die Dosengrößen als Nano und Mikro angegeben sind.
Mich würde interssieren, warum du die gewählt hast. Ich hätte nämlich, wenn keine Dose/Behälter vor Ort ist, "kein Behälter" als Größe angegeben :D.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: rohash am 17. Mai 2018, 20:11:29
Berechtigte Frage, denn im Gegensatz zum normalen "Virtual" ist hier ja tatsächlich etwas versteckt und für den Cache muss das auch gefunden werden.

Im ersten Fall ist das Versteck quasi ähnlich groß wie ein Mikro und außerdem findest du den Cache sehr sehr leicht. Mit Nano sollte mehr zum Ausdruck gebracht werden, dass hier quasi die Nadel im Heuhaufen zu suchen ist. Also nix mit einfach hingehen und abpiepen.

Bei einem Durchmesser von ca. 2,5 cm sind die von mir genutzten NFC-Aufkleber vermutlich Mikro, wenn du das nach Größe sortieren wolltest. Eine Chipkarte wäre dann Small und ein Fingerring Nano. Es gibt ja auch sehr große NFCs.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: ekorren am 17. Mai 2018, 21:05:18
Bei einem Durchmesser von ca. 2,5 cm sind die von mir genutzten NFC-Aufkleber vermutlich Mikro, wenn du das nach Größe sortieren wolltest. Eine Chipkarte wäre dann Small und ein Fingerring Nano. Es gibt ja auch sehr große NFCs.
Nein, es sind alles maximal "andere", aber eigentlich "kein Behälter". Es heißt schließlich auch "kein Behälter" und nicht "kein Objekt". Und selbstverständlich sind es virtuelle (eventuell "sonstige") Caches, schließlich gibt es dort nichts zu signieren. Sie stehen in diesem Sinne in einer Reihe mit Aufklebern, auf denen das Logpasswort steht - und das sind nun mal ebenfalls ganz klar Virtuals.

Die Größen sind ganz unabhängig davon nicht nach Fläche, sondern nach Volumen definiert, also auch und gerade danach, was in die Dose zusätzlich zum Logbuch noch reinpassen könnte. Selbst eine Plakatwand wäre also kein Large, außer sie wäre hohl, man könnte sie aufklappen und darin eine Kiste mit Geokrets abstellen.

Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: pferseeer am 17. Mai 2018, 21:33:07
Die Differenzierungsmöglichkeiten für Virtuals wäre halt schön. Fotovirtuals, Multivirtual, Tradivirtuals, Rätselvirtuals etc.
Das kann ja aber auch im Titel oder Listing verdeutlicht werden. Auch die Wertungen sagen ja hier fiel aus ein D1 Fotomulti ist halt etwas ganz anderes als ein D3.5 NFC-Multi.
Oft sind wir bei Virtuals halt noch auf einfache
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: rohash am 17. Mai 2018, 21:50:22
Ich hoffe die Cachelistings werden vorm Suchen gelesen. Aber kein Problem, ich hab's auf "Sonstige" Größe geändert.

Spitzfindig würde ich sagen da steht nichts von "Volumen", sondern viel neutraler formuliert Größe ;-) Ok, im Wiki gibts eine Klassifizierung von Dosen, aber für Aufkleber gibt es keine. Klar ist ein Aufkleber kein Behälter, aber er hat eine Größe. Beim QR-Code z.B. wäre 0.5x0.5 cm die kleinst mögliche Fläche, die ich mit meinem Handy sicher lesen kann. Es ginge aber auch Plakatgröße. Mir dient die Dimension Größe dazu, dass ich kleine oder große Dosen suchen kann bzw. filtern.
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: mic@ am 29. Juni 2018, 13:53:17
Durch Zufall bin über etwas gestolpert, was sich "blukii" nennt.
Ich zitiere mal einige Infos aus deren Webseite (die ich absichtlich nicht verlinke,
denn das soll ja keine Werbung sein):

# Man spricht hierbei von standortbezogenen Diensten, bzw. Location Based Services (LBS).
# LBS gibt es in verschiedenen Formen. Wir bei blukii setzen hauptsächlich auf Bluetooth
# Low Energy (BLE) basierte Lösungen.
# ...
# Der Nutzer benötigt ein mobiles Endgerät mit einer entsprechenden App um LBS nutzen zu können.
#
# 1.) Der Nutzer nähert sich einem bestimmten Ort
# 2.) Das Smartphone empfängt ein Signal/ Nummer und gleicht diese im Backend ab.
# 3.) Der Nutzer erhält einen standortbezogenen Dienst, der auf seine aktuelle Aufenthaltsposition
# abgestimmte Informationen zur Verfügung stellt.

Klingt mir auf den ersten Blick wie Chirp... und ist auch nicht billig (ab 50 Euro für 3 Beacons)
Was meint ihr dazu?
Titel: Re: NFC-Funkchip und QR-Codes
Beitrag von: rohash am 02. Juli 2018, 00:15:24
Ich habe mit Bluetooth noch nicht viel gebastelt, weil man immer eine extra App auf dem Smartphone braucht. Beim Wifi Captive Portal (aka Free WLAN Hotspot) funktioniert es ohne App mit allen Handymodellen, aber der Stromverbrauch ist auch enorm.

Mikrocontroler mit Bluetooth gibt es für ein paar Euro aus China, wobei BLE längere Laufzeiten verspricht. Der VK-Preis von ca. 15 Euro inkl. Steuern, CE-Funkzulassung, Entsorgungsgebühren für Elektroschrott und Batterien, Abgaben an Grünen Punkt für Verpackungen und IHK, den Steuerberater usw scheint mir für ein kommerzielles Nischenprodukt angemessen.

Ob sich dafür in der Breite genug zahlende Owner finden? Als OpenSource im Makerbereich wäre ein Nachbau für 1/3-tel der Kosten eventuell denkbar. Wobei ein NFC als Massenware ab 10 Cent pro Stück deutlich günstiger ist.