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Technik / Re: animierte GIFs hochladen resultiert in JPG?
« Letzter Beitrag von Valar.Morghulis am 25. Februar 2019, 17:12:13 »
Man kann schon animierte GIF-Bilder hochladen. Guck doch mal beim Tierkreiszeichenbonus:

https://www.opencaching.de/viewcache.php?cacheid=181882

Ich glaube hier hat die Ownerin mit einer Verlinkung gearbeitet, aber seinen Zweck erfüllt es doch.
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Hallo zusammen,

in den neuen Nutzungsbedingungen ist mir aufgefallen, dass dort Kinder unter 13 Jahren nun ausdrücklich ausgeschlossen sind. EIne kurze Diskussion auf Twitter hat gezeigt, dass hier wohl ein deutliches Missverständnis einmal beim Verstehen der DSGVO und dann in der Formulierung in den neuen Nutzungsbedingungen vorliegt.

Was dort aktuell steht

Zitat
Nutzer sind natürliche Personen. Als natürliche Person muss der Nutzer das sechzehnte (16.) Lebensjahr vollendet haben. Personen ab 13 Jahren benötigen für die Teilnahme unbedingt die Zustimmung der Erziehungsberechtigten bzw. des gesetzlichen Vertreters. ( DSGVO Artikel 8 )

Wenn wir einen ersten offensichtlichen Formulierungsfehler (man muss 16 Jahre alt sein, ab 13 Jahren benötigt man die EInverständniserklärung der Eltern - gemeint ist: man kann ab 13 Jahren mitmachen, aber nur mit EInverständniserklärung; ab 16 Jahren braucht man diese nicht mehr; dort steht aber bei Lichte betrachtet: Man kann erst ab 16 Jahren mitmachen, und jeder - auch Erwachsene - benötigen eine EInverständniserklärung, denn sie sind ja „ab 13 Jahre“…) mal außen vor lassen, dann ist die Regelung aktuell wohl wie folgt gedacht:

  • Personen ab 16 Jahren dürfen sich frei registrieren
  • Personen von 13 bis 15 Jahren dürfen sich mit Einverständnis der gesetzlichen Vertreter registrieren
  • Personen unter 13 Jahren dürfen sich gar nicht registrieren

Das ist sehr schade und vor allem eine Regression im Gegensatz zu früher - ich und einige Organisationen mit denen ich zu tun habe haben Opencaching.de immer gerade auch für die Jugendarbeit empfohlen.

Begründet wird das Ganze nun mit folgendem Artikel der DSGVO: https://dsgvo-gesetz.de/art-8-dsgvo/

Dabei sehe ich im Wesentlichen zwei Probleme:

  • In der DSGVO steht etwas völlig anderes
  • Die DSGVO bezieht sich ausschließlich auf das Akzeptieren der Datenschutzbestimmungen - die überdies von den Nutzungsbedingungen selber komplett getrennt sein müssen. Für die Nutzungsbedingungen selber ist das BGB anwendbar, nicht das Datenschutzrecht.

Punkt 2 ist ein generelles Problem und müsste ganz unabhändig betrachtet werden. Tun wir deshalb einfach mal so, als hätte das eine etwas mit dem anderen zu tun und nehmen die gesamte rechtliche Situation mit Minderjährigen einmal auseinander.

Erstes und hier wichtigstes Gesetz: BGB, §107:

Zitat
Der Minderjährige bedarf zu einer Willenserklärung, durch die er nicht lediglich einen rechtlichen Vorteil erlangt, der Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters.

Das ist der einzige auf die Nutzungsbedingungen anwendbare Satz eigentlich. Um herauszufinden, ob ein Minderjähriger (hier geht es übrigens im Einklang mit BGB § 106 um „beschräîkt geschäftsfähige“ Minderjährige von 7 bis 17 Jahren) zum Akzeptieren der Nutzungsbedingungen eine Einverständniserklärung benötigt, schauen wir, welche rechtlichen Vor- und Nachteile sie oder er durch den Vertragsschluss, nämlich die Registrierung auf OC.de unter Akzeptanz der Nutzungsbedingungen, erwirbt:

Rechtliche Vorteile / Neutral

  • Die Registrierung als Nutzer ist kostenfrei.
  • Der Nutzer verpflichtet sich, die beim Anmeldeprozess abgefragten Angaben vollständig, werbefrei und wahrheitsgemäß anzugeben.
  • Der Nutzungsvertrag kann jederzeit durch den Nutzer in Textform ohne Einhaltung einer Frist beendet werden.

Rechtliche Nachteile

  • Die Veröffentlichung eines Listings erfolgt aufgrund einer angegebenen Datenlizenz. aber: Sofern im Listing nicht anders angegeben, gilt die definierte Standard-Datenlizenz von Opencaching Deutschland e.V..
  • Ausgebrachte Caches müssen als solche deutlich gekennzeichnet sein und mindestens die Kontaktangaben des “Owners” und den Wegpunkt des Cache-Listings enthalten.
  • Der Nutzer ist verpflichtet, alle Kosten, insbesondere Kosten der Rechtsverfolgung, zu tragen.

Es sind weitere Pflichten enthalten, jedoch keine, bei denen der Nutzer ein Recht aufgibt, das er außerhalb der Plattform gehabt hätte.

N.B.: Beim Punkt zur Datenlizenz ist vermutlich auch ein Fehler unterlaufen. Es ist zu begrüßen, dass man nun komplett von der Standardlizenz CC-BY-NC-ND, welche unfrei ist, abweichen darf, auch wenn ich vermute, dass das ein Unfall ist - bitte so lassen! - aber laut diesem Punkt ist man in der Lizenzwahl un komplett frei und kann auch noch unfreiere Lizenzen wählen.

Anhand dieser Analyse passiert Nutzern zwar nichts schlimmes und der Punkt der Lizenzierung der Inhalte ist vermutlich der einzige Punkt, der ein tatsächlicher rechtlicher Nachteil ist. BGB §107 ist somit aber anwendbar und Personen unter 18 Jahren benötigen, ganz unabhängig von Datenschutzfragen, die Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters - wobei hier auch eine ausdrückliche Genehmigung, elber Lizenzen für eigene Werke zu vergeben, ausreichen würde.

Als nächstes kommt dann das Datenschutzrecht ins Spiel. Wie schon erwähnt bedarf es hier nach DSGVO einer komplett separaten Erklärung und einer komplett separaten Zustimmung, aber hier geht es nur um die Frage des Alters. Schauen wir uns Artikel 8 mal im Einzelnen an:

Zitat
Gilt Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a bei einem Angebot von Diensten der Informationsgesellschaft, das einem Kind direkt gemacht wird, so ist die Verarbeitung der personenbezogenen Daten des Kindes rechtmäßig, wenn das Kind das sechzehnte Lebensjahr vollendet hat.

Hier müssen wir zunächst erörtern, ob Opencaching.de ein Angebot ist, das einem Kind direkt gemacht wird. Dies ist generell erst einmal nicht der Fall. Allerdings könnten ja durchaus auf OC.de beworbene Events direkt an Kidner gerichtet sein.

Zitat
Hat das Kind noch nicht das sechzehnte Lebensjahr vollendet, so ist diese Verarbeitung nur rechtmäßig, sofern und soweit diese Einwilligung durch den Träger der elterlichen Verantwortung für das Kind oder mit dessen Zustimmung erteilt wird.

OK, das scheint klar zu sein.

Zitat
Absatz 1 lässt das allgemeine Vertragsrecht der Mitgliedstaaten, wie etwa die Vorschriften zur Gültigkeit, zum Zustandekommen oder zu den Rechtsfolgen eines Vertrags in Bezug auf ein Kind, unberührt.

Damit wären wir wieder raus eigentlich, denn wir waren ja schon so weit, dass alle Personen unter 18 Jahren die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter benötigen.

Kommen wir zu den ominösen 13 Jahren:

Zitat
Die Mitgliedstaaten können durch Rechtsvorschriften zu diesen Zwecken eine niedrigere Altersgrenze vorsehen, die jedoch nicht unter dem vollendeten dreizehnten Lebensjahr liegen darf.

Dies bezieht sich auf den Artikel 8 Absatz 1 - also auf das Absenken der Altersgrenze von 16 Jahren, ab der keine Einverständniserklärung mehr benötigt wird. Da es in Deutschland keine solche Regelung gibt, ist dieser Satz vollkommen egal - die in den Nutzungsbedingungen refereznierte Grenze von 13 Jahren existiert also in keinem geltenden Gesetz. Täte sie es, ginge es auch lediglich um die Altersgrenze, ab der keine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten mehr erforderlich. Eine Grenze, unter der ein Minderjähriger gar nicht mitmachen darf, gibt keines der Gesetze her. Gemäß Absatz 3 (oben zitiert) wird diese Grenze durch das Vertragsrecht - also bei uns das BGB - vorgegeben und liegt daher bei 7 Jahren.

In seiner Handreichung „Datenschutz im Verein nach DSGVO“ kommt der Landesdatenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg schlussendlich zu folgender Auffassung:

Zitat
  Eine starre Altersgrenze in Bezug auf die Einwilligungsfähigkeit kennt die
  DS-GVO außerhalb des Art.  8 DS-GVO (diese Vorschrift gilt nur im
  Zusammenhang mit kindorientierten Telemedien, wie z.B.  an Kinder gerichtete
  Onlineshops und -spiele) nicht.  Kinder und Jugendliche können daher in die
  Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten selbst einwilligen, wenn sie in
  der Lage sind, die Konsequenzen der Verwendung ihrer Daten zu übersehen und
  sich deshalb auch verbindlich dazu zu äußern.  Maßgeblich ist der jeweilige
  Verwendungszusammenhang der Daten und der Reifegrad bzw.  die
  Lebenserfahrung des Betroffenen.  Bei Kindern unter 13 Jahren ist regelmäßig
  davon auszugehen, dass sie die Konsequenzen der Verwendung ihrer Daten nicht
  übersehen können.

Wenn man nun also davon ausgeht, dass sich Opencaching.de nicht gezielt an Minderjährige richtet, und dass die Datennutzung durch Opencaching vorbildlich ist und nur in geringem Umfang stattfindet, könnte man auch Kinder ab 13 Jahren zustimmen lassen (aber wie gesagt nur zum Datenschutzteil, nicht zu den Nutzungsbedingungen).

Handlungsempfehlung

Aufgrund der obigen Analyse möchte ich dafür plädieren, den fraglichen Passus aus den Nutzungsbedingungen zu entfernen.

  • Das Datenschutzrecht ist hier nicht das maßgebende Gesetz.
  • Die Voraussetzungen für die Zustimmung zum Vertrag regelt das BGB.
  • Die gesetzlichen Bestimmungen können in anderen Jurisdiktionen anders lauten.

Man könnte es auch wie folgt umformulieren:

Zitat
Nutzer sind natürliche Personen, die durch das geltende Vertragsrecht in der Lage sind, die Nutzungsbedingungen rechtskräftig zu akzeptieren.

Die Referenz zur DSGVO sowie alle „datenschutzgetriebenen“ Passagen in den Nutzungsbedingungen sollten entfernt werden.

Bei der Registrierung sollten folgende Bestätigungen getrennt erfolgen:

  • Ich habe die Nutzungsbedingungen und die Datenlizenz gelesen und bin mit ihnen einverstanden.
  • Ich habe die Datenschutzbestimmungen gelesen und bin mit ihnen einverstanden. Ich bin mindestens 13 Jahre alt, oder meine Erziehungsberechtigten haben die Genehmigung erteilt, den Datenschutzbestimmungen zuzustimmen.

So wäre Opencaching.de erstens wieder familien - und jugendarbeitsfreundlich, zweitens offen und würde die gesetzlichen Regelungen drittens vorbildlich umsetzen.

Vielen Dank für eure Zeit,
Nik

Disclaimer: Ich bin kein Anwalt, habe dieses Thema aber in wochenlanger Arbeit für den Teckids e.V. mit verschiedenen Anwälten, Datenschutzrechtlern sowie dem baden-württembergischen Landesbeauftragten für Datenschutz erörtert.
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Technik / Re: animierte GIFs hochladen resultiert in JPG?
« Letzter Beitrag von fraggle_DE am 25. Februar 2019, 16:07:49 »
Falls es nicht mit vertretbarem Aufwand umzusetzen geht, muss alternativ der Text auf der Uploadseite geändert werden von
Es sind nur die Bildformate JPG, JPEG, GIF, PNG, BMP, TIF, PSD, PCX, SVG, XPM erlaubt;auf
Es sind nur die Bildformate JPG, JPEG, GIF (nicht animiert), PNG, BMP, TIF, PSD, PCX, SVG, XPM erlaubt;
Dann werden keine falschen Hoffnungen geweckt.
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Allgemein / Re: Neue Nutzungsbedingungen ab 15.02.2019
« Letzter Beitrag von Schnatterfleck am 25. Februar 2019, 08:26:43 »
Wow, hier hat die Frühschicht aber schnell übernommen!  :)

Danke!
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Allgemein / Re: Neue Nutzungsbedingungen ab 15.02.2019
« Letzter Beitrag von teiling88 am 25. Februar 2019, 08:22:05 »
Der Link https://www.opencaching.de/articles.php?page=terms bringt mich stattdessen auf die OC-Index-Seite. (https://www.opencaching.de/index.php)

Der Link ist wieder aufrufbar.

Gruß, Thomas
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Allgemein / Re: Neue Nutzungsbedingungen ab 15.02.2019
« Letzter Beitrag von Schnatterfleck am 25. Februar 2019, 07:47:48 »
Ich kann die Nutzungsbedingungen leider nicht aufrufen.

Der Link https://www.opencaching.de/articles.php?page=terms bringt mich stattdessen auf die OC-Index-Seite. (https://www.opencaching.de/index.php)
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Technik / Re: animierte GIFs hochladen resultiert in JPG?
« Letzter Beitrag von teiling88 am 24. Februar 2019, 20:31:15 »
An der Uploadfunktion hat sich meines Wissens noch nichts geändert. Zumindest nicht, dass ich wüsste. Das fragliche Bild habe ich extern hochgeladen und verlinkt.

So einfach ist das leider nicht geändert so wie es aktuell implementiert ist. Ich bin aber noch dran zu schauen wie wir das ggf. einfach anpassen können.
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Dogesu, Du hast ja einen guten Überblick - kannst Du offene oder häufige Frage einmal für den nächsten OC Talk notieren, bitte.

Done: https://docs.google.com/document/d/1Hw4qM8VfQvNfS93g616BQUxI6WdP1de2XWVy8YHQOkc/edit?usp=sharing
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Ich denke wir gehen auch auf einige Fragestellung noch mal im kommenden Podcast ein.
Dogesu, Du hast ja einen guten Überblick - kannst Du offene oder häufige Frage einmal für den nächsten OC Talk notieren, bitte.

Grundsätzlich ist es so, dass wir die "Leitplanken" rechts und links aufstellen mussten.
Der Charakter des Spiels soll weitestgehend "offen" bleiben - so brauchen wir keine technischen Barrieren.
Aber wenn es jemand zu Bunt treibt und Beschwerden dazu rein kommen, möchten wir handlungsfähig sein und auf die NB verweisen können.

LG
Mirco
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Allgemein / Re: Neue Nutzungsbedingungen ab 15.02.2019
« Letzter Beitrag von ClanFamily (Mirco) am 24. Februar 2019, 12:06:24 »
Hi Andre,

die Sprachbarriere wird demnächst mit "Englisch" beseitigt.
Wir sind nun erstmal hingegangen und haben die deutsche Variante etablieren wollen.
Fallback wird dann noch englisch kommen - aber keine anderen Sprachen.
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