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Die Plattform opencaching.de => Opencaching 3.0 - Ideen und Gedanken => Thema gestartet von: PaulundNelly am 14. Juli 2014, 09:26:24

Titel: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: PaulundNelly am 14. Juli 2014, 09:26:24
Liebe Cacher-Gemeinde,

was ärgere ich mich oft über völlig ungepflegte Caches, in denen durchweichte Logbücher dahin modern oder überfüllt sind. Auch bieten manche Nano-Caches kaum Platz für ein anständiges Logbuch und dann hat man wieder keinen Stift dabei und was passiert mit den Logbüchern? Keiner gleicht die Einträge dort mit seinen auf opencaching.de erfolgten Einträgen ab und wozu auch. Wenn einer das Spiel nicht spielen mag und Funde logt, ohne vor Ort gewesen zu sein, ist er doch selbst schuld. Leider zwingt die Verwendung eines Papierlogbuches den Versteckenden auch zur Verwendung immer der selben Dosen, Abwechslung ist rar.

Meine Idee wäre - und das würde ich gern zur Diskussion stellen - einen Code einzuführen, der am Cache angebracht erst durch dessen online-Eingabe zum Logen des gefundenen Caches führt. Das hat mehrere Vorteile:

1. Der Owner hat keinen Stress mit überfüllten, verschwundenen oder zerstörten Logbüchern.
2. Nur wer wirklich den Cache findet und den Code entdeckt, kann loggen.
3. Man kann weltweit Caches an spannenden Orten aussetzen, ohne ständig sich um ein Logbuch kümmern müssen, also auch auf Reisen für nachfolgende Besucher
4. Der Suchende ist frei von Stift oder Platz für seinen Servus und kann sich auf ein ausführliches Logen online konzentrieren
5. Die Gefahr entdeckt zu werden, weil man sich unter Muggelaufsicht zu lange mit einem Logbucheintrag aufhält, wird minimiert
und das Wichtigste
6. Man kann auch gänzlich andere Dinge zum Cache machen, indem man eine Plakette oder ähnliches mit dem Code anbringt, was das Suchen und Finden spannender gestaltet und mehr Freiraum für kreative Ideen und Aufmerksamkeit schafft, für Dinge, die nicht hohl sind, um ein Logbuch zu fassen, aber ungewöhnlich genug, um beachtet zu werden. Man muss nicht immer an einem spannenden Objekt etwas verstecken, es kann bei zB einem Rätselcache auch das Objekt selbst sein, das es zu entdecken gilt.

Damit könnte sich opencaching.de auch von der Konkurrenz abheben und Anreize schaffen, traditionelle geocaching.com Nutzer auf seine Seite zu ziehen und uns zu motivieren, mehr Caches auf opencaching.de zu verstecken.

Was haltet ihr davon?

LG Paul
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: 4_Vs am 14. Juli 2014, 09:30:56
Hallo Paul,

gibt es schon --> http://www.munzee.com
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: naalide am 14. Juli 2014, 09:47:05
Im Prinzip kann man das doch schon mittels virtuellem Cache so machen.
Ob man nun einen Code selbst anbringt oder vor Ort eine Aufgabe löst, um an das Passwort zu gelangen.
Selbst bei "normalen" Caches kannst du schon ein Passwort eingeben, das abgefragt wird.

Übrigens vergleiche ich persönlich durchaus regelmäßig die "realen" Logbücher mit den Einträgen im Internet, vor allem bei GC, da wird nämlich mehr geschummelt. Bei OC habe ich zwar ein paar Einträge mehr im Logbuch als im Internet, aber das stört mich weniger als Interneteinträge, die nicht im Papierlogbuch stehen.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: PaulundNelly am 14. Juli 2014, 10:37:05
ich meine nicht die natürlich bereits existierende Möglichkeit, selbst Codewörter in Mystery-Caches einzubauen oder ähnliches, sondern den Ersatz von Papierlogbüchern in allen Cachevarianten, vor allem Tradis. Dann wäre ein Abgleich auch unnötig, denn ohne den Log-Code könnte keine Dose als gefunden gemeldet werden, was bei der herkömmlichen Methode offensichtlich möglich ist und zu meinem Erstaunen wohl auch gemacht wird. Was aber, wenn man keinen Stift zur Hand hat, das Logbuch voll oder zerstört ist, dann muss man auf seinen eigenen Eintrag verzichten und kann eh nur online loggen, etwas, was ein Code unnötig macht, den man sich nur merken muss oder fotografieren kann. Auch das Entziffern von gekrakelten Unterschriften wäre unnötig und mein wichtigster Vorteil wäre, dass Behältnisse für Logbücher nicht länger bestimmende Objekte der Schatzsuche sein müssten. Es könnten auch Gegenstände, historische oder natürliche Objekte, Kunst oder sonstige nicht als Behältnis dienende Dinge einen Cache bilden.

Insgesamt ist das nur eine Anregung von mir für opencaching.de, um sich vom übermächtigen Konkurrenten abzuheben. Ein Versuch quasi.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: PaulundNelly am 14. Juli 2014, 10:40:24
und an @4_Vs:

Danke, genial, ich glaube, das geht genau in die Richtung, die ich meinte. Kannte munzee noch gar nicht und werde es sofort ausprobieren. Toll  :D ;D :o
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: Electrostyler am 14. Juli 2014, 11:26:36
Naja munzee ist nicht mein Fall.
Und Codes anbringen naja genauso nicht mein Fall ;-)
Ich finde damit geht der Reiz eine Dose selbst zu gestallten
irgendwie verloren.

Ich selber bin da für die Traditionelle Art. Dose, Logbuch ect. selbst zu
gestalten und das passende Versteck dafür zu finden.  8)
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: PaulundNelly am 14. Juli 2014, 15:08:51
nein, der Ansatz ist gerade, noch kreativer sein zu können, als gezwungen zu werden, immer eine langweilige Dose, Schachtel oder Petling für so ein paar windige Seiten Logbuch zu verwenden. Nur, weil man statt eines Logbuches einen Code hinterlegt, wird der Cache ja nicht langweiliger oder weniger kreativ, sondern man erweitert schlicht die Vielfalt an Versteckmöglichkeiten, Gestaltungsmöglichkeiten und Örtlichkeiten.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: rennschnecke60 am 14. Juli 2014, 19:21:01
Ich finde die Idee nicht schlecht, wobei ich es immer spannend finde im Logbuch zu stöbern. Klar, es ist ärgerlich, wenn die Dose unter Wasser steht, oder das Logbuch voll ist. Aber wenn ich einen Cache lege, dann ist es mir bewusst, dass ich diesen auch pflegen muss. Mir würde das Logbuch fehlen. Aber jeder kann ja für sich den idealen Cache finden.
Gruß
rennschnecke60
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: Steingesicht am 14. Juli 2014, 20:48:56
Hallo Paul,

gibt es schon --> http://www.munzee.com
Und nicht nur dort, auch opencaching.de erlaubt das Loggen per Logpasswort - übrigens nicht nur bei Virtuellen Caches.
Auch andere Plattformen bieten das an. Bei geocaching.hu zum Beispiel ist das schon obligatorisch.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: Steingesicht am 14. Juli 2014, 20:52:50
Meine Idee wäre - und das würde ich gern zur Diskussion stellen - einen Code einzuführen, der am Cache angebracht erst durch dessen online-Eingabe zum Logen des gefundenen Caches führt. [...]

Was haltet ihr davon?
Das wäre Eulen nach Athen tragen. Neben den reinen Passwort-Log-Plattformen wie munzee und geocheckpointing ist das Loggen per PW auf den meisten Plattformen m.W.n. bereits umgesetzt, ausser halt beim grossen Platzhirsch aus Seattle, weswegen diese Logmöglichkeit so selten wahrgenommen wird.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: badnerland am 15. Juli 2014, 07:44:06
nein, der Ansatz ist gerade, noch kreativer sein zu können

Das Potential in die andere Richtung halte ich für wesentlich größer: So würden noch ideenlosere Caches möglich, analog zum QR-Code-Bepper von Munzee. Und es würde den Anreiz zur Wartung vermindern, wenn der Gesamtzustand des Caches völlig egal wird, solange nur noch der Code vor Ort vorhanden und halbwegs lesbar ist.

Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: Steingesicht am 15. Juli 2014, 09:30:53
Ich halte die Gefahr für eher gering: die Möglichkeit des Passwort-Logs gibt nun schon eine ganze Weile, aber mir ist bisher nicht aufgefallen, das sie vermehrt zu ungepflegten Caches geführt hat, für physische Caches wird sie ja auch kaum genutzt.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: clownfisch am 16. Juli 2014, 09:09:17
Dann wird das so enden wie bei den TBs bei GC. Da gibt es regelmäßig Listen mit den Nummern der TBs. Da kann man alle schön loggen ohne das Teil überhaupt in der Hand gehabt zu haben.

Bei uns in der Gegend pflegen einige Cacher Listen, wo die Finalkoords von Fragezeichen und Multis drinstehen. Für die wäre das praktisch. Denn dann würden nur noch die Loggingcodes dazukommen und man bräuchte nicht mal mehr zum loggen ausser Haus.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: Steingesicht am 16. Juli 2014, 09:23:49
Die Gefahr sehe ich nur auf Statistikplattformen ;) und wer unbedingt online loggen will, ohne vor Ort gewesen zu sein, kann das auch heute schon tun (und es wird auch gemacht) - welcher Cacheleger gleicht schon immer alle online-Logs mit den Papierlogs ab? Hinzu kommen noch "Teamlogs", Stempellogs für befreundete Cacher usw. bei denen der Onlinelogger auch nicht zwingend vor Ort gewesen sein muss. Allerdings ist mir das bei meinen oc-onlys bisher noch nicht aufgefallen - eher andersrum: da gibt es mehr Papierlogs als online.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: Nadiphan am 17. Juli 2014, 11:29:24
nein, der Ansatz ist gerade, noch kreativer sein zu können, ...

Für mich liegt der Reiz in genau der anderen Richtung: Die Kreativität zeichnet sich dadurch aus möglichst große Dosen an den zeigenswerten Orten zu Verstecken.
Virtuelle und mikro Caches sollten da eher Notlösungen sein. Für mich ist seit etwas 2 Jahren die Größe "normal" das Ziel beim Verstecken und am liebsten auch beim Suchen.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: Team Shark Attack am 05. August 2014, 21:21:32
Wer gerne scannen möchte, sollte sich bei Lidl oder Aldi an der Kasse bewerben.
Scancaches sind der Tod jeder Form von Kreativität. Einerseits ownertechnisch, andererseits auf Sucherseite.
Wer will noch abends ein schönes Log schreiben, wenn es Dank scannens schon gar nicht mehr erforderlich ist. Nein ich bin für die schöne Dose mit einem liebevoll gestalteten Logbuch.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: Marschkompasszahl am 08. August 2014, 10:54:41
Ob Multi, Mystery, Tradi,
D1/T1 bis D5/T5,
Drive-in bis 150km Fahrradtour
oder physisches Logbuch, Passwort oder QR-Code -
das hat alles seine Berechtigung und je nach Location, Spielidee und Kreativität des Owners unterschiedlich angewandt.
Ich finde, da gibt es kein richtig oder falsch. Und das Gute ist ja: es kann sich jeder Suchende aussuchen, worauf er sich einlassen möchte. 
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: Saxe-DD-WXD am 10. August 2014, 20:13:13
Ob Multi, Mystery, Tradi,
D1/T1 bis D5/T5,
Drive-in bis 150km Fahrradtour
oder physisches Logbuch, Passwort oder QR-Code -
das hat alles seine Berechtigung und je nach Location, Spielidee und Kreativität des Owners unterschiedlich angewandt.
Ich finde, da gibt es kein richtig oder falsch. Und das Gute ist ja: es kann sich jeder Suchende aussuchen, worauf er sich einlassen möchte.

Dem Stimme ich voll und ganz zu.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: pferseeer am 27. März 2018, 23:57:53
Warum ein neues Thema! Dies ist doch noch gut!! :)

Kurze Verständnisfrage von mir.

Wenn ich einen Multi anlege mit von mir versteckten physichen Stationen und Finale, dort aber statt eines Logbuches nur ein Code für den Onlinelog, ist und bleib es ein Virtual oder?

Terrain und vor allem Schwierigkeit bewerte ich genauso als gäbe es am Finale ein Logbuch! Eigentlich logisch.
Behältergrösse? Es gibt zwar keinen Behälter (also sonstiges!) aber eine Plaketten. Sollte deren Grösse  irgendwie angegeben werden?

Mit besten Grüßen

Pferseeer
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: mic@ am 28. März 2018, 09:01:23
Zitat von: pferseeer
Wenn ich einen Multi anlege mit von mir versteckten physichen Stationen und Finale, dort aber statt eines Logbuches nur ein Code für den Onlinelog, ist und bleib es ein Virtual oder?

Ja, so steht es auch in unseren Nutzungsbedingungen:

# In Ausnahmefällen kann auf den Behälter an den Koordinaten verzichtet werden (z.B. wenn
# aufgrund der örtlichen Gegebenheiten keine Dose versteckt werden kann). Man spricht dann
# von einem virtuellen Cache.
# Quelle: https://www.opencaching.de/articles.php?page=impressum#tos
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: ekorren am 28. März 2018, 10:55:59
Zitat von: pferseeer
Wenn ich einen Multi anlege mit von mir versteckten physichen Stationen und Finale, dort aber statt eines Logbuches nur ein Code für den Onlinelog, ist und bleib es ein Virtual oder?

Ja, so steht es auch in unseren Nutzungsbedingungen:

# In Ausnahmefällen kann auf den Behälter an den Koordinaten verzichtet werden (z.B. wenn
# aufgrund der örtlichen Gegebenheiten keine Dose versteckt werden kann). Man spricht dann
# von einem virtuellen Cache.
# Quelle: https://www.opencaching.de/articles.php?page=impressum#tos

Hat der Support eigentlich eine Handhabe, Owner, die dies konsequent ignorieren und beispielsweise Mysteries unter diesem Typ, aber mit der Größe "kein Behälter" listen, zum Einlenken zu bringen?

Wobei ich an dieser Stelle sogar ein kleines bisschen Verständnis aufbringen kann - es fehlt nämlich m.E. ganz klar eine Möglichkeit der Differenzierung zwischen "Tradi-Virtuals", "Mystery-Virtuals" und "Multi-Virtuals".

Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: mic@ am 28. März 2018, 11:46:51
Zitat von: ekorren
Hat der Support eigentlich eine Handhabe, Owner, die dies konsequent ignorieren und beispielsweise Mysteries unter diesem Typ, aber mit der Größe "kein Behälter" listen, zum Einlenken zu bringen?

Naja, als Notbremse kann man als Support-ler ein Listing "sperren+verstecken".
Dann kann es nur durch den Support wieder freigegeben werden. Aber diese Bremse
ziehen wir meist nur in Fällen mit höherem Kaliber, also Urheberrechtsverletungen
oder Caches auf Privatgrundstücken. Wenn jemand "nur" den falschen Typ eingestellt hat,
dann wird er zwar von uns angesprochen (wenn es uns auffällt), aber gesperrt wird das
Listing nicht.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: ekorren am 28. März 2018, 12:41:38
Wenn jemand "nur" den falschen Typ eingestellt hat,
dann wird er zwar von uns angesprochen (wenn es uns auffällt), aber gesperrt wird das
Listing nicht.
Naja, im konkreten Fall sind es ja auch "nur" 58 Listings ohne Behälter und Logbuch, die derselbe Owner nicht als Virtual veröffentlicht hat. Um wen es dabei geht, braucht man wahrscheinlich gar nicht mehr dazuzusagen...

Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: pferseeer am 28. März 2018, 18:00:28
Der Unterschied zwischen Virtual (mit mehreren physischen Stationen und physischen Finale mit Code für den Onlinelog)
und Multi ohne Behälter ist?

Konkret möchte ich in Istanbul zwei Edelstahlplaketten installieren mit eingestanzten Koordinaten an Stage1 und einem Codewort am Finale für den Onlinelog.
Das ganze so das es Chancen hat auch ohne Wartung mehrer Jahre zu halten.

Es gibt also keinen Behälter und auch kein Logbuch.

Meinem Verständnis nach wäre das ein Virtual, leider!
Gefühlt ist es aber an einem Multi näher dran da man ja wirklich etwas von mir verstecktes Suchen muss und nicht nur sein Handy vor die blaue Moschee halten muss.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: rohash am 13. Mai 2018, 09:03:51
Bei Erfindung vom Geocache 2001 gabe es zwar schon Barcodes, aber noch keine Smartphone. Logbücher aus Papier waren eine einfache Lösung, um den Fund zu beweisen. Mit "Tradition" hat das wenig zu tun.

Viel besser finde ich Onlinelogs, gerade auch als Owner. Statt einem Logbuch kann man auch das Log-Kennwort im Cache hinterlegen, aber direkt einen QR-Code scannen und dadurch Loggen wäre technisch kein Problem und mal etwas Innovation.

Die Cachewartung ist auch so eine "Tradition". Wieso kann ich keinen QR-Code auf einer Bergspitze fernab der Heimat platzieren? Oder ein schöner Urlaubscache auf einer traumhaften Insel?
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: pferseeer am 13. Mai 2018, 09:26:09
Das ist schon möglich, nur das es dann eben ein virtual wäre. Das einzige"Problem" aus Ownersicht wäre halt das ein Logcode beliebig weitergegeben werden kann. Stichwort Statistikschummelei. Am Logbuch kann ich das immer noch überprüfen. Ist ja aber hier auf OC nicht so das Riesen Problem.  :fart: :fart: :fart: :fart:(Meine Tochter wollte gerne auf den Furzsmiley drücken:)
Ich finde die Möglichkeit schon genial wie
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: pferseeer am 13. Mai 2018, 09:31:10
...genial für Spezialcaches, wie Unterwasser, auf Bergen oder weitab von der Homezone. Und auch in der Natur lassen sich so 100% plastikfrei Caches verwirklichen.
Ich arbeite aktuell mit Schlagzahlen/Buchstaben auf Edelstahlstreifen befestigt mit Edelstahlkabelbindern.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: Slini11 am 14. Mai 2018, 20:29:08
Konkret möchte ich in Istanbul zwei Edelstahlplaketten installieren mit eingestanzten Koordinaten an Stage1 und einem Codewort am Finale für den Onlinelog.
Das ganze so das es Chancen hat auch ohne Wartung mehrer Jahre zu halten.

https://opencaching.de/OCF6ED ist genau so ein Cache. Es ist ein Multi mit mehreren physischen Stationen (Metall-Plaketten) aber ohne Finale und Logbuch.
Wenn man an allen vier Plaketten war, muss man die Zahlen noch in die richtige Reihenfolge bringen und kann dann online loggen.

Daher könnte derzeit der Cachetyp "Unbekannter Cachetyp" für solche Caches sehr interessant sein.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: rohash am 14. Mai 2018, 23:05:45
War die Intension vom Virtual nicht "... für Stellen, die sehenswert sind, aber wo, aus welchen Gründen auch immer, kein Cache versteckt werden konnte ..."? Mehrere Stationen mit versteckten Final Kennwort ist doch eher die Intension vom Multi, oder?

Bei meinen QR-Codes drucke ich als Fallback immer eine Kurz-URL bzw. das Passwort drunter, falls jemand noch kein Smartphone besitzt oder keine kostenlose mobilen Daten hat. Wer nur einen PC hat, der kann dann zuhause loggen, denn ohne Internet gehts ja auch nicht. Wer nicht online loggt, der hat sowieso sein Papierbuch, in dem er seine Funde protokolliert.

Ein Logbuch aus Papier kann bei Teams für die Statistik genauso gefälscht sein bzw. das genaue Versteck beschrieben werden.

Was ist eigentlich das Problem an "Fake"-Logs? Da betrügt man sich doch nur selbst.

Mit QR-Codes könnte zumindest geprüft werden, ob sich das Gerät überhaupt am Cache befindet und nicht einfach der Kumpel mitloggt. Klar, auch hier könnte man sein Handy dem Kumpel mitgeben. Auch beim Fotobeweis könnte man fürs Team mehrere Bilder machen.

Bei QR mit automatischen Log, sofortigem Redirect und Koordinatenprüfung wäre die Statistikfälscherei für viele schwieriger. Man könnte den QR-Code auch regelmäßig ändern und so "Fake"-Logs erkennen. Mal sehen, wer noch mit alten Kennwörtern loggt, wenn im Profil öffentlich für immer steht

Anzahl Fake-Logversuche: 5

Feature-Request: Nach Änderung vom Kennwort funktioniert das alte Passwort noch x Tage. Wer danach mit dem alten Kennwort loggen will bekommt ein Hinweis, dass das Passwort abgelaufen ist und sein Fake-Zähler um 1 Punkt erhöht wurde. Ab 3 Fake-Punkten in der Probezeit gibts für einen Monat Onlinelogverbot. Ab 7 Fake-Punkten wird der Onlinelog gesperrt, bis die MPU bestanden wurde. Nach 6 Monaten ohne Fakelog wird der Zähler um eins reduziert.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: Der Windling am 15. Mai 2018, 08:48:46
Bei QR mit automatischen Log, sofortigem Redirect und Koordinatenprüfung wäre die Statistikfälscherei für viele schwieriger. Man könnte den QR-Code auch regelmäßig ändern und so "Fake"-Logs erkennen. Mal sehen, wer noch mit alten Kennwörtern loggt, wenn im Profil öffentlich für immer steht

Anzahl Fake-Logversuche: 5

Feature-Request: Nach Änderung vom Kennwort funktioniert das alte Passwort noch x Tage. Wer danach mit dem alten Kennwort loggen will bekommt ein Hinweis, dass das Passwort abgelaufen ist und sein Fake-Zähler um 1 Punkt erhöht wurde. Ab 3 Fake-Punkten in der Probezeit gibts für einen Monat Onlinelogverbot. Ab 7 Fake-Punkten wird der Onlinelog gesperrt, bis die MPU bestanden wurde. Nach 6 Monaten ohne Fakelog wird der Zähler um eins reduziert.

Ich kenne viele Cacher die aus verschiedenen Gründen erst Tage/Monate nach dem Fund online loggen. Willst Du die alle als Betrüger hinstellen?
Das führt sicher nicht zu mehr Popularität für OC...

Ich verstehe diese Fake-Log-Debatte hier nicht. Das Problem ist doch auf OC quasi nicht existent...
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: rohash am 15. Mai 2018, 09:53:01
Nein, so weit habe ich es nicht durchdacht. Ich will natürlich niemanden als Betrüger hinstellen, nur weil er Monate später loggt. Hätte ich aber auch so nicht vermutet, da ich i.d.R. am Fundtag online logge.

Das Agrument gegen Loggen per Code war ja, dass dann öffentliche Listen mit den Kennwörten geführt werden und daraus Fakelogs für das falsche Ego erzeugt würden.

War ja nur so ein Ansatz von mir, was man dagegen unternehmen könnt. Im Listing könnte man ja klar mitteilen, dass bei diesem papierlosen Onlinelogbuch der Eintrag zeitnah erfolgen sollte. Wer dann nach Monaten mit einem veralteten Passwort loggt, den könnte man dann nach dem Logdatum fragen.

Letzlich wäre es auch völlig egal, ob sich jemand durch Fakelogs selbst betrügt. Bei GC.com sind mir schon Onlinelogs aufgefallen, die ich dann im Papierlog nicht gefunden habe.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: Der Windling am 15. Mai 2018, 11:31:06
Ja, bei GC kenne ich das Phänomen auch. In OC-Dosen ist es eher umgekehrt: Da habe ich oft mehr Logs im Papier-Logbuch als online. ;)
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: ITRECKS am 15. Mai 2018, 13:39:13
Ein Geocache ohne vernünftiges Logbuch ist für mich kein Geocache! Selbst bei einem Nano habe ich schon meine Zweifel....
Wieso legen alle ihr Augenmerk auf das Onlinelog? Maßgebend ist das Log im Logbuch! Das Onlinelog ist nur eine "Belohnung" für den Owner. Wer nicht willens oder in der Lage ist, seine Caches zu warten und mal die Logbücher zu kontrollieren, der soll es gleich sein lassen. 
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: rohash am 15. Mai 2018, 15:33:00
Bei Büchern finde ich die gedruckte Version besser als E-Books, obwohl ich einen Kindl rumliegen habe. Auf der anderen Seite fände ich einen Tesla nicht schlecht oder zumindest einen Hybrid mit E-Motor, habe finanziell jedoch andere Prioritäten und in der Garage noch keine passende Ladestation.

PaulundNelly hat die Grundsatzfrage zum Papier-Logbuch und einer Alternative im Forum "Opencaching 3.0" eingestellt, wo je Querdenken explizit erwünscht ist. In diesem Sinne finde ich es völlig in Ordnung, wenn man mal jenseits vom Mainstream unkonventionell diskutieren kann.

Es gibt genügend konventionelle Caches mit Papierlogbuch. Daher ist niemand gezwungen reine Onlinecaches zu machen, falls es diese Kategorie mal geben sollte. Genauso wie niemand klettern oder tauchen muss, wenn er die Ausrüstung nicht hat. Als Owner gibt auch die Möglichkeit zweigleisig zu fahren und im Final einen QR-Code sowie eine Dose getrennt zu legen. Damit bliebe der Cache noch nutzbar, falls die Dose gemuggelt wurde.
Titel: Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
Beitrag von: pferseeer am 22. Mai 2018, 22:02:54
Grad komme ich auf den Geschmack der Virtuals.

Da lässt sich soviel machen. Mir ist schon wichtig das man
1. ausser Haus muss
2.suchen,suchen,suchen
3.ggfs.rätseln und kombinieren
aber auch
4. mein Cache möglichst dauerhaft, muggelfest, unzerstörbar ist
5. ewtas individuelles vom Owner

Klar hat so ein Logbuch auch seinen Reiz. Ich mag Bücher!
Aber daneben ist auch immer Platz für Anderes.
Und da ich ja eher ein Wartungsmuffel bin, versuche ich also das im Vorherein schon so wartungsarm wie möglich auszuführen.

OC14840 zum Beispiel ist ein Reversrätsel.
Normal muss man ja erst Rätseln dann suchen und logen.
Hier sucht man erst, findet dann einen QR der das Rätsel enthält und die Lösung ist dann der Logcode.
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Ich sehe hier also keine entweder/oder Grundsatzfrage sondern eine geniale(OC) Ergänzung der Möglichkeiten.
Eben opencaching3.0 :)