Autor Thema: Wieviel Hint darf sein?  (Gelesen 4072 mal)

Offline Le Dompteur

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Wieviel Hint darf sein?
« am: 16. August 2015, 15:29:33 »
Was meint Ihr, wieviel "verschlüsselter Hinweis" sein soll / sein darf?

Grundgedanken:
Der Cache soll gefunden werden.
Der Spaß an der Suche soll nicht verlorengehen.
Der Sucher nutzt den Hint erst, wenn er längere Zeit gesucht aber nichts gefunden hat.
Ein Hint à la: "neee, ist zu einfach" ist kontraproduktiv und arro... (tatsächlich schon so gelesen!)
Ohne Hint würde ein Sucher eh' einen Telephonjoker oder Lösungs-Listen aus Faacebok ziehen.

Ich bin gerade in der Bredouille, daß ich meine Caches auch auf "handicaching.com" barrierefrei bewertet habe und dort - verständlicherweise - etwas mehr in's Detail bzgl. Versteckhöhe oder -Untergrund gehen muß.

Wie geocacht Ihr? Wann nutzt Ihr den Hint? Soll er nur kryptisch "stupsen" oder ganz klar aussagen: "Die Dose liegt rechts oben, hinter dem roten Ziegel in der weißen Wand"?
Eine Umfrage starte ich nicht, weil mich hier eher das "Bauchgefühl" und Subjektivität interessiert.

Mit fragenden Grüßen
Holger "Le Dompteur"
"Cacheo ergo sum" - ich cache, also bin ich!

OConly

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #1 am: 16. August 2015, 15:33:31 »
Der Hint wird von mir benutzt, wenn ich nichts finde. Und dann sollte er ganz klar verhindern, das die Umgebung zerlegt wird. Also er sollte ganz klar helfen. Denn letztlich werden Dosen nicht vor Cachern versteckt, sondern vor Muggeln. Cacher dürfen die durchaus finden, das gehört irgendwie zum Spiel dazu.

Offline Mrs.Pommelhorst

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #2 am: 16. August 2015, 16:19:58 »
Wir sind bekennende Hintvorherleser. Wir wollen möglichst wenig in die Natur eingreifen und bevorzugen daher Hints, die so deutlich sind, wie ein roter Pfeil, der über dem Cache aufgehängt wurde.
Ich will doch nur spielen

Offline mambofive

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #3 am: 16. August 2015, 16:34:43 »
Ich sehe das genau so.. Ein Hint sollte helfen, die Dose zu finden, wenn man sie ohne Hint nicht findet.
Je empfindlicher die Location für das Versteck, desto "hintiger" sollte der Hint sein.
Ein Hinweis wie "im Ilex", wenn vor Ort der ganze Wald voller Ilex steht, sind sinnfrei.
Ebenso muss ein Hint nicht nochmal extra verschlüsselt werden (rückwärts schreiben o.ä.)...
Ausnahme: Hints für Mysteries, die bei der Lösung des Rätsels helfen sollen. Die dürfen dann auch schon mal etwas kryptisch sein, sollten aber in die richtige Richtung "stupsen".


Offline Marschkompasszahl

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #4 am: 16. August 2015, 22:21:03 »
Ein Hint soll helfen und nicht verwirren - schon gar nicht veralbern.
Hinweise wie "nicht nötig" oder "Klassiker" mögen den Cachern mit 5.000+ Funden die gewünschte Bestätigung bringen,
helfen dem Anfänger aber gar nicht weiter.

Außerdem sollte ein Hint dazu dienlich sein, einerseits im urbanen Umfeld keine unnötige Aufmerksamkeit zu erzeugen (indem man nicht stundenlang Regenrohre, Mülleimer oder Telefonzellen abfingern muss), andererseits in freier Natur dazu helfen, die möglichen Schäden oder klaren Spuren ("Cacher-Autobahn") zu vermeiden.
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Offline Kassena Tomat

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #5 am: 17. August 2015, 00:05:05 »
Wozu ein Hinweis (theoretisch) dienen soll, ist schon klar.
Ich lese die Hinweise fast immer gleich (es sei denn, das Versteck erscheint mir von vorneherein sehr offensichtlich) und habe dennoch Spaß am Cachen. Oft sind Hinweise ja auch witzig geschrieben, zweideutig, originell oder zum Nachdenken anregend. Solche Hinweise mag ich auch am liebsten.

Manche Caches finde ich trotz eindeutigem Hinweis nicht, dafür andere trotz unverständlichem oder fehlendem Hinweis sehr schnell. Jeder, der einen Cache legt, soll aus meiner Sicht alle Freiheiten bzgl. eines Hinweises haben.
Im übrigen können auch Hinweise wie "nicht nötig", "Klassiker" oder "och, das wäre zu einfach" hilfreich sein. Dann weiß ich i. d. R., dass ich kein raffiniertes Versteck erwarten darf und gleich an der Leitplanke, Plakatwand, Baumwurzel oder T-Säule gucken kann. Das Anfänger es schwerer haben, ist eh klar, nach einer Weile können auch die mehr mit solchen Hinweisen anfangen.

Natürlich gibt es tatsächlich ärgerliche oder sinnlose Hinweise, wie "am Baum", wenn die Koordinaten mitten im Wald liegen. Und ich finde auch, ein wie auch immer gestalteter Hinweis gehört zu jedem Cache.

So, wie es bessere und schlechte Caches gibt, gilt dies auch für die Hinweise.

Jedem das seine, das gilt ja auch für den Suchenden. Wer will, liest die Hinweise eben gar nicht, erst nach langer erfolgloser Suche oder nur in bestimmten Situationen.

Offline Le Dompteur

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #6 am: 17. August 2015, 00:40:53 »
Vielen Dank für die bisherigen Meinungen!
Die Tendenz scheint ja eindeutig in die Richtung zu gehen: "Wenn Hinweis benötigt, soll er auch zum Dosenfund führen".
Genau das war meines Pudels Kern: "Spoilert man mit zu viel Hint und wäre gar ein "Spielverderber""?

OConly hat's als erster auf den Punkt gebracht:
[...]Cacher dürfen die durchaus finden, das gehört irgendwie zum Spiel dazu.
;D

@ Kassena Tomat vielen Dank für Deine ausführliche Betrachtung. Allerdings bin ich hier eher "Marschkompasszahls" Ansicht, und daß Hints à la "kennt Ihr doch alle" oder "wie?-ihr-habt-noch-nicht-100-Vogelhäuschen-Verstecke-gesehen?" kein wertiger Hinweis sind.
Ich weiß doch nicht, wer aktuell an der (=meiner "pfiffig versteckten") Dose steht. Ob es der verzweifelnde Newbie ist oder der "schon-5000-Funde-alles-gesehen-Gähner".
Meine Frage war eher: Hilft es Dir, wenn Du im Hint einen klaren Fingerzeig auf's Dosenversteck hättest oder ist das in Deinen Augen "spoilern" und schmälert das Funderlebnis?

Deswegen war meine Frage an Euch: "Soll man lieber zu viel oder zu wenig spoilern im Hint?"
Eine Tendenz erkenne ich schon und sie entspricht - zum Glück! - auch meinem Cacherverhalten, so daß ich nicht allzuviel an meinen Dosen und den Hinweisen ändern muß.  :)
Merci!
"Cacheo ergo sum" - ich cache, also bin ich!

Offline Marschkompasszahl

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #7 am: 17. August 2015, 01:04:32 »
Jeder ist seines Glückes Schmied!
Wer schon vor Ankunft an der Dose selbst bescheißt und "linsen" muss - der liest auch bei Krimis die letzten drei Seiten zuerst.
Er bringt sich selber nur um ein Stück Überraschung.

Dem Cache tut es aber gerade bei unter Zeitdruck stehenden FTF-Jägern und Statistik-Cachern nur gut, wenn die "Profis" gleich und richtig ans Werk gehen und nicht den Fahrkartenautomaten zerlegen, obwohl die Dose rückseitig (wie im Hint beschrieben) unter einem losen Stein liegt.
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Offline Kassena Tomat

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #8 am: 17. August 2015, 10:31:31 »


...
Deswegen war meine Frage an Euch: "Soll man lieber zu viel oder zu wenig spoilern im Hint?"
...

Wie gesagt, der Hinweis soll das Finden erleichtern. Das muss m. E. nicht zu eindeutig sein. Er sollte eher ein Tipp sein und keine" Direktinfo" wie "hinter dem mit Signalfarbe besprühten Stein".
Daher hat es m. M. auch nichts mit "sich selbst bescheißen" zu tun.

Wem Hinweise zu sehr als Spoiler erscheinen und es bevorzugt, ohne Hinweis zu suchen, kann das doch tun. Und man sollte die Suchenden auch nicht immer "bewerten". Jeder hat doch auf seine Art Spaß am Hobby. Der eine will jeden Cache nur anhand der Koordinaten finden, der andere hat Spaß am schnellen "Sammeln".

Offline Schnatterfleck

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #9 am: 17. August 2015, 13:56:11 »
Denn letztlich werden Dosen nicht vor Cachern versteckt, sondern vor Muggeln. Cacher dürfen die durchaus finden, das gehört irgendwie zum Spiel dazu.

+1


Ich schreibe meistens auch ganz klare Angaben (der "rote Neon-Pfeil über dem Cache") in den Hint. Vor allem, wenn ich in stark muggeligen, urbanen Umgebungen verstecke.

Wer da nicht gerne rumkruschert, darf natürlich den Hint sofort zu Anfang lesen und und ohne Aufsehen zu erregen direkt nach der Dose greifen.
Und wer den Suchspass will, braucht halt nicht zu lesen.

So hat jeder seinen Spaß, und die Dose lebt im Zweifelsfall auch länger.

Offline Golgafinch

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #10 am: 17. August 2015, 14:11:00 »
Also ich mag eindeutige Hints. Allerdings muss das jetzt nicht unbedingt mit hell erleuchtetem Pfeil und Lichtspot sein. Und wann ich den Hint ziehe mache ich von der Umgebung abhängig.
Zum Beispiel im Berliner Innenstadtraum, da bevorzuge ich das vorherige Lesen des Listings und des Hints. Manchmal ergänzen die sich hervorragend. Dann kann ich vor Ort viel schneller entscheiden ob Axt im Walde oder einfach weiterlatschen. Ich mag diese 1000-Augen-Caches ohnehin nicht besonders.
In meiner Urlaubsregion, also im Oberharz, kann ich meistens auf den Hint vorher verzichten, da im Wald recht wenig los ist. Da kann an auch mal "stundenlang" um den Baum kreiseln ohne aufzufallen.
Also eindeutige Hints sind schön, wann und ob sie gezogen werden sollte jedem selbst überlassen werden. Da erübrigt sich jede Diskussion.
Wobei ich mir beim Anblick mancher Örtlichkeiten wünsche, daß der Hint schon der Cachetitel wäre. Und damit meine ich nicht die Stellen an den ich nicht fündig werde oder werden möchte. Aber die herrlich großflächig zertrampelten Ecken kennt ja sicher jeder.

Offline 4_Vs

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #11 am: 17. August 2015, 14:23:20 »
Hiho,

ich oute mich auch mal als Hintleser, zumindest, wenn in meinen Augen mehrere Versteckmöglichkeiten möglich sind und aufgrund von Wald / hohen Gebäuden die Genauigkeit vom GPS nicht so gegeben ist; dann wünsche ich mir einen aussagekräftigen Hint, damit ich in der Natur nicht unnötig "wühlen" muss und in urbanen Umgebungen nicht unnötig Aufsehen errege ...

cya
Micha
Whenever I try to plan something, it doesn't seems to work out. So why plan, it only leads to disappointment! (Eddie van Halen)

Offline Mausbiber

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #12 am: 01. September 2015, 10:26:05 »
Ich halte es bei Hints so, daß ich bei sensiblen Verstecken den Hint sehr klar halte und bei anderen Bereichen soll der Hint ein anstubbsen sein!
Oft lesen wir, bei heiklen gegenden den Hint vorher um danach nicht viel kaputt zu machen.
Denn wer dem Hint liest darf sich nicht wundern einen klaren Hint zu erhalten.
Für mich sind die, "jetzt habe ich den Hint gelesen, jetzt hab ich den cache, ach wie doof" nicht ganz glaubwürdig!
Vielleicht könnte man ja den Hint noch im Text "bewerten" So im Anschluss ans Listing (was ja eh meist keiner liest weils uncool ist) achtung detailierter Hint, bzw. Achtung Hint ist nur ein Stubbs!
Aber der Hint ist auch mit vorsicht zu genießen. Denn der Hint: "Baumstumpf" hat schon dazu geführt, daß alle Baumstümpfe in der Umgebung umgenietet wurden.
Vielleicht ist mit dem Spoiler Bild ja eine Abstufung zwischen einfacher Texthint und "Da schau her, hier ist der rote Pfeil zum Cache" Spoiler Pic möglich.

Offline Le Dompteur

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #13 am: 05. September 2015, 01:23:25 »
Oh man; ich und meine "selbsterfüllenden Prophezeiungen" >:(:
http://coord.info/GC61F9T.
Dort passiert anscheinend gerade genau das, was nicht hätte passieren dürfen! Sensibles NSG, die Wege Rollstuhlgerecht, der Cache ebenso aber leider (bzw.: berechtigterweise!) sehr vermuggelt. Wenn da Cacherautobahnen in die Büsche führen, wird's dem NABU, Umweltschützern, den Verantwortlichen irgendwann zu bunt (berechtigterweise!) und alle Dosen dort werden einkassiert. Genauso dann im nächsten NSG, dann im nächsten..
Dann hört man aus der GS-App: "plonk", "plonk", "plonk"... tagelang.

Manche Gemeinden sind schon am überlegen, Totalverbot von Geocaching in ihren Gemarkungen zu fordern. Denken manche Geocacher echt nicht mehr über den Tellerrand?  :'( :'( :'(
"Cacheo ergo sum" - ich cache, also bin ich!

Offline mic@

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Re: Wieviel Hint darf sein?
« Antwort #14 am: 05. September 2015, 13:49:40 »
Zitat von: Le Dompteur
Manche Gemeinden sind schon am überlegen, Totalverbot von Geocaching in ihren Gemarkungen zu fordern.

...und manche Gemeinden haben ein Geoocaching-Verbot schon umgesetzt:
http://www.gocacher.de/nach-geocaching-forever-altensteig-verbietet-geocaching