Autor Thema: wie genau funktioniert geocaching?  (Gelesen 6843 mal)

Offline mirkel72

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wie genau funktioniert geocaching?
« am: 19. Juni 2012, 12:44:24 »
Hallo wertes Forum,
ich bin neu hier und auf der Suche nach Hilfe.
Zugegebenermaßen habe ich mich bisher nie wirklich mit dem Thema Geocaching beschäftigt, im weitesten Sinne weiß ich, dass es um Suchen und Finden von versteckten Gegenständen geht.
Aber, nachdem ich über diese Karte ( http://www.opencaching.de/map2.php ) gestolpert bin musste ich dann doch feststellen, dass es so einfach auch nicht ist. Ich dachte, jemand versteckt etwas in einer Dose o.ä., ein anderer sucht und findet es und tauscht den Inhalt der Dose gegen etwas Neues aus.
Mir geht es darum, wir, d.h. meineFrau, unsere Tochter (13) und ich haben im Sommer vor, von unserem jetztigen Wohnort zu Fuß in die alte Heimat zu wandern, insgesamt 7 Etappen, mit ca. 180km länge. Nun kam mir der Gedanke, da wir uns zu diesem Zweck auch ein GPS-gerät zugelegt haben, wir könnten dies ja evtl. mit Geocaching verbinden, um das ganze für unsere Tochter interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten. Beim Blick auf die oben genannte Karte war ich dann erstaunt, wieviele Caches es, auch entlang unserer Route tatsächlich gibt, oder sagen wir besser, wieviele dort vermerkt sind. Ob die tatsächlich alle noch existieren, wäre z.B. eine meiner Fragen, denn wenn ich die Caches anklicke und die letzten Einträge darunter von 2009 sind, dann habe ich da so meine Zweifel.
Weiter würde mich interessieren, was für unterschiedliche Caches gibt es, welche kämen für uns in Frage, was muss ich beachten, von welchen Caches lasse ich besser die Finger, was mache ich, wenn ich einen gefunden habe?
Auf der Karte sind für die verschiedenen Caches unterschiedliche Symbole zu sehen, so z.B. haben wir verständlicher Weise auf einer Etappe, die an die 30km geht keine Zeit uns mit Caches zu beschäftigen, die irgendwelche Rätsel enthalten, um den nächsten zu finden. Es kämen im Prinzip wirklich nur Caches in Frage, deren Inhalt man entnimmt, und einen neuen hintelegt. Woran erkenne ich die?
Ich freue mich über eure Antworten und bedanke mich für die Hilfe
Gruß mirkel72

Offline Bursche

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Re: wie genau funktioniert geocaching?
« Antwort #1 am: 19. Juni 2012, 14:24:09 »
Hallo Mirkel,

Geocaching lässt sich nur schwer in wenigen Sätzen erklären. Ich will trotzdem versuchen, einige Deiner Fragen kurz zu beantworten:
....Beim Blick auf die oben genannte Karte war ich dann erstaunt, wieviele Caches es, auch entlang unserer Route tatsächlich gibt, oder sagen wir besser, wieviele dort vermerkt sind. Ob die tatsächlich alle noch existieren, wäre z.B. eine meiner Fragen, denn wenn ich die Caches anklicke und die letzten Einträge darunter von 2009 sind, dann habe ich da so meine Zweifel.

Geocaches werden auf unterschiedlichen Plattformen im WWW gelistet. Was du bislang entdeckt hast, ist vermutlich nur ein kleiner Teil, dessen, was tatsächlich auf eurem Weg liegt. Ob ein Geocache tatsächlich noch da ist und ob man ihn findet, weiß man im Voraus nie. Das ist Teil des Spiels.

Weiter würde mich interessieren, was für unterschiedliche Caches gibt es, welche kämen für uns in Frage, was muss ich beachten, von welchen Caches lasse ich besser die Finger, was mache ich, wenn ich einen gefunden habe?

Für Anfänger und die am Rande einer Wanderung Geocaches suchen möchten, sind sogenannte "normale Caches" oder auch "traditionals" genannt, am ehesten geeignet. Auf der Karte werden sie als einfache Kiste dargestellt. Beachten sollte man auch die angegeben Cachegröße, diese reicht vom schraubenkopfgroßen Nano über den filmdosengroßen micro, der kleinen "small" Dose, der größeren "regular" Dose bis zum "large". Ich würde euch empfehlen zunächst nach der "normalen" Cachegröße (regular) zu suchen.

Wenn Du einen Cache gefunden hast, kannst du etwas herausnehmen und etwas anderes dafür ablegen. Wenn der Geocache einen "Reisenden" (geokret, Travellbug, geocoin...) enthält, dann hat dieser "Reisende" eine Nummer und üblicherweise einen Hinweis, wie mit ihm zu verfahren ist. Als Anfänger sollte man solche "Reisenden" nur mitnehmen, wenn man sich bereits etwas mit diesem Thema beschäftigt hat, denn sie sind keine normalen Tauschgegenstände, sondern wurden von einem anderen Geocacher auf Reisen geschickt.

Im Geocache sollten auch immer das Logbuch und der Stift (der etwas aus der Mode gekommen ist) verbleiben. In das Logbuch trägt man sich ein und versteckt den Geocache wieder genau dort, wo man ihn gefunden hat. Über die jeweilige Listingplattform gibt man dann dem Verstecker (Owner) und den anderen Geocachern (community) eine Rückmeldung und bedankt sich.

Wichtig ist noch, dass man sich beim Suchen und Finden möglichst nicht beobachten lässt. Ist ein unbeobachtetes Suchen nicht möglich, sollte man auf die Suche besser verzichten.

Ich hoffe, ich konnte dir zumindest etwas helfen. Weitere Infos findest du im WWW zB.hier: http://www.cachewiki.de/wiki/Hauptseite
Oder als Buch:
http://www.amazon.de/Geocaching-Basiswissen-Draussen-Markus-Gründel/dp/3866863845/

Viel Spaß auf Eurer ersten Schatzsuche!
Gruß
Bursche

Offline Golgafinch

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Re: wie genau funktioniert geocaching?
« Antwort #2 am: 19. Juni 2012, 14:30:57 »
Da ist mir Bursche zuvorgekommen. Daher nur diese kleine Ergänzung:
Ich empfehle aber mal auf www.geocaching.de vorbeizuschauen. Nicht das neueste, aber sehr viele Informationen.
Gruß
Golgafinch

Offline mic@

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Re: wie genau funktioniert geocaching?
« Antwort #3 am: 19. Juni 2012, 23:03:08 »
Zitat von: mirkel72
ich bin neu hier und auf der Suche nach Hilfe.

Aus welcher Ecke Deutschlands kommst Du denn?
Oder anders gefragt: Ist Berlin für Dich erreichbar?
http://www.opencaching.de/viewcache.php?cacheid=131335

Offline mirkel72

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Re: wie genau funktioniert geocaching?
« Antwort #4 am: 20. Juni 2012, 07:40:51 »
Berlin liegt für uns, zumindest zu Fuß etwas aus der Quere ;-)
Unsere Tour wird uns vom hessischen Taunus durchs Weiltal über Braunfels, Dillenburg, Bad Laasphe, Bad Berleburg zum Rothaarkamm und den Rothaarsteig führen.

Das Ganze ist aufgeteilt in derzeit 7 geplanten Etappen mit einer Länge zwischen 14 und 28km, sollte also durchaus machbar sein. Unsere Tochter ist eine begeisterte Wanderin, doch die Erfahrungen beschränken sich bisher eher auf die Alpenregion, wo die Kinder immer eine Hütte, oder gar einen Gipfel als Ziel und Motivation haben. Da sich dies hier so nicht bietet, war halt eben die Idee die Tour mit Geocaching ein wenig aufzupimpen. Ich war sogar am überlegen 1-2 Tage zu investieren und die Strecke mit dem Auto abzufahren um selbst kleine Gegenstände zu verstecken. Aber warum, wenn die Arbeit doch schon erledigt ist und wir nur Gegenstände zum Austauschen mitnehmen müssen.

JUedenfalls schon mal vielen Dank für die Tipps, werde mich die nächsten Wochen bis zum Start noch ein wenig damit beschäftigen und die Sache vorbereiten. Was ich definitiv nicht möchte, oder besser auch nicht kann, da ich nur über ein altes Handy verfüge unterwegs im Internet nach neuen Positionen suchen.

Gruß Mirkel