Autor Thema: Maulwurfshügel selber bauen?  (Gelesen 7768 mal)

Offline Spike05de

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Maulwurfshügel selber bauen?
« am: 04. September 2013, 10:15:30 »
Mir schwebt schon länger der Gedanke im Kopf einen Maulwurfscache zu bauen. Dazu wäre aber ein künstlicher Maulwurfshügel notwendig. Hat irgendjemand Ideen bezüglich einer haltbaren Umsetzung? Material? Tarnung?

Viele Grüße

Jochen

Offline Nadiphan

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #1 am: 04. September 2013, 11:33:34 »
Spontan hätte ich dazu folgende Idee:

Schritt 1: Du baust dir eine Negativform des Hügels, beispielsweise mit Styropor.

Schritt 2: Trennlage oder Trennmittel in die Form legen (z.B. Trennfolie); Form mit Epoxidharz (o.ä. Kunststoff) bestreichen (Dicke 1-2mm); eine Verstärkung einlegen (Glasfasergelege, Textilgewebe); nochmals mit Epoxidharz bestreichen

Schritt 3: Aushärten lassen

Schritt 4: ggf Schritt 2 und 3 wiederholen um mehr Bauteildicke zu erhalten

Schritt 5: Hügel aus der Form holen, Trennlage entfernen

Schritt 6: Von außen mit Epoxidharz bestreichen und Erde in das flüssige Harz drücken / Harz bestreuen 

Wenn das Epoxidharz vor UV-Strahlung geschützt ist, dann sollte es ewig halten.
Nicht ausgehärtetes Epoxidharz enthält oft Bisphenol-A => Handschuhe tragen :)


Offline dl6hbo

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #2 am: 04. September 2013, 11:35:26 »
Mir schwebt schon länger der Gedanke im Kopf einen Maulwurfscache zu bauen. Dazu wäre aber ein künstlicher Maulwurfshügel notwendig. Hat irgendjemand Ideen bezüglich einer haltbaren Umsetzung? Material? Tarnung?

Viele Grüße

Jochen

Moin Jochen,

spontan fällt mir dazu Folgendes ein: Mach einen Gipsabdruck eines echten Maulswurfshügels, damit Du eine Negativform bekommst, in der Du dann z.B. aus GFK und Kunstharz beliebig viele Exemplare formen kannst.

Zur Tarnung empfiehlt sich das Bekleben mit echter Erde vom Maulwurfshügel.

Just my Tuppence  :)

Edit: Oha, da haben Nadiphan und ich gedoppelt.  :-* 
« Letzte Änderung: 04. September 2013, 11:37:16 von dl6hbo »
Gruß, Rainer ( dl6hbo )
Everything should be made as simple as possible, but not simpler.
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Offline pirate77

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #3 am: 04. September 2013, 11:36:01 »
Hmmm, Bauschaum? Damit hab ich noch nichts gemacht, sollte aber gut zu bearbeiten sein. Und nicht nur für Dudelsäcke geeignet. :-)

Offline flopp

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #4 am: 04. September 2013, 11:48:14 »
Ich meine mal im Geoclub gelesen zu haben, dass man sowas gut und billig mit Zementmörtel machen kann. Vielleicht noch irgendwie schwarz einfärben...

Offline Spike05de

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #5 am: 04. September 2013, 12:57:52 »
Wenn das Epoxidharz vor UV-Strahlung geschützt ist, dann sollte es ewig halten.
Nicht ausgehärtetes Epoxidharz enthält oft Bisphenol-A => Handschuhe tragen :)

Epoxidharz kam mir auch schon in den Sinn. Allerdings ist es mit den passenden Materialien nicht gerade günstig.


spontan fällt mir dazu Folgendes ein: Mach einen Gipsabdruck eines echten Maulswurfshügels, damit Du eine Negativform bekommst, in der Du dann z.B. aus GFK und Kunstharz beliebig viele Exemplare formen kannst.

Zur Tarnung empfiehlt sich das Bekleben mit echter Erde vom Maulwurfshügel.
 

Gipsabdruck klingt schon mal gut. Allerdings muß es ja nicht unbedingt von einem echten Maulwurfshügel sein sondern von etwas das z.B. die Form hat. Lässt sich evtl. mit einer starken Folie und Drahtgitter bewerkstelligen.

Hmmm, Bauschaum? Damit hab ich noch nichts gemacht, sollte aber gut zu bearbeiten sein. Und nicht nur für Dudelsäcke geeignet. :-)

Mit Bauschaum arbeiten hier diverse Cacher um z.B. Kunstkothäufchen nachzuahmen. Die haben allerdings nicht so die große Überlebenszeit in der freien Natur.

Ich meine mal im Geoclub gelesen zu haben, dass man sowas gut und billig mit Zementmörtel machen kann. Vielleicht noch irgendwie schwarz einfärben...

Hab mal nach Maulwurfshügel gesucht, leider nichts gefunden.

@all,

der Hügel sollte natürlich möglichst stabil und auch hohl sein. Das heisst Zementmörtel wäre zwar grundsätzlich möglich, funktioniert dann aber nur mit entsprechender Wandstärke und dann wird es wieder schwer. Gibt es irgendwelche Alltagsgegenstände die sich für soetwas zweckentfremden ließen? Ich denke da z.B. Richtung Chinesenhut oder ähnliches.

Viele Grüße

Jochen

Offline flopp

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #6 am: 04. September 2013, 13:02:46 »
Ich meine mal im Geoclub gelesen zu haben, dass man sowas gut und billig mit Zementmörtel machen kann. Vielleicht noch irgendwie schwarz einfärben...

Hab mal nach Maulwurfshügel gesucht, leider nichts gefunden.

Ich meinte auch nicht Maulwurfshügel im speziellen, sondern Outdoor-taugliche Cache-Basteleien im Allgemeinen, z.B. http://forum.geoclub.de/viewtopic.php?f=11&t=67181

Offline Spike05de

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #7 am: 04. September 2013, 13:24:48 »


Ich meinte auch nicht Maulwurfshügel im speziellen, sondern Outdoor-taugliche Cache-Basteleien im Allgemeinen, z.B. http://forum.geoclub.de/viewtopic.php?f=11&t=67181

Ah ok. Treffe am Samstag einen Modellbauversierten Menschen mit Terrarienerfahrung (Kunstfelsen).  Den werde ich mal fragen was denn so in Frage kommt.

Offline Mrs.Pommelhorst

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #8 am: 04. September 2013, 13:26:34 »
Ich habe auch schon mal sowas geplant, allerdings noch nicht in die Tat umgesetzt. Ich wollte als Unterkonstruktion einen Durchschlag oder ein Küchensieb nehmen. Darauf wollte ich dann wie beim Streuselkuchen Fugenmörtel oder sowas draufstreuseln um gleich die Krümeloptik vom Maulwurfshaufen zu  haben. Aber wie gesagt, nur Theorie.....
Ich will doch nur spielen

Offline Steingesicht

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #9 am: 05. September 2013, 23:03:27 »
Ich meine mal im Geoclub gelesen zu haben, dass man sowas gut und billig mit Zementmörtel machen kann. Vielleicht noch irgendwie schwarz einfärben...
1 Sack Estrichbeton vom billigsten und 1 kleiner Beutel Fugenbunt in schwarz (Kostenpunkt <<10€)
- Estrich erdfeucht anrühren (siehe Anleitung)
- Dose dick in Folie einwickeln und auf einen ebenen Untergrund legen (vorher Folie auslegen)
- den erdfeuchten Mörtel darüber packen und mit der Hand (Handschuhe) einem Hügel (oder was auch immer) formen
- 2-3h warten, der Beton sollte noch feucht sein, aber schon halbwegs fest
- vorsichtig anheben und die Dose rauspolken (das Teil ist da noch etwas bröckelig)
- letzte Feinkorrekturen vornehmen
- dann das Fugenbunt mit Wasser dünn anrühren und mit einem Pinsel in den noch feuchten Beton reinarbeiten, zum Schluss noch etwas von dem Pulver drüberstäuben
- nach ca. 3-7 Tagen (nicht austrocknen lassen, Beton muss feucht erhärten) ist das Teil fertig, eventuell noch mit frischer Erde präparieren und auslegen.


« Letzte Änderung: 05. September 2013, 23:07:43 von Steingesicht »

Offline Steingesicht

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #10 am: 05. September 2013, 23:10:56 »
der Hügel sollte natürlich möglichst stabil und auch hohl sein. Das heisst Zementmörtel wäre zwar grundsätzlich möglich, funktioniert dann aber nur mit entsprechender Wandstärke und dann wird es wieder schwer.
Schwer ist doch gut, denk dran: das Teil liegt draussen in der Natur rum, je robuster die Bastelei, desto beständiger.

Offline Spike05de

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #11 am: 06. September 2013, 15:42:00 »
der Hügel sollte natürlich möglichst stabil und auch hohl sein. Das heisst Zementmörtel wäre zwar grundsätzlich möglich, funktioniert dann aber nur mit entsprechender Wandstärke und dann wird es wieder schwer.
Schwer ist doch gut, denk dran: das Teil liegt draussen in der Natur rum, je robuster die Bastelei, desto beständiger.

Natürlich ist schwer gut, aber wenn es zu schwer wird befürchte ich eben das der hohle Maulwurfshügel auch schnell kaputt gehen kann. Du hast ja, so wie es aussieht schon mehr Erfahrung mit dem Estrich Beton. (hab evtl. sogar noch einen Sack herumstehen). Wie sieht es denn aus mit der Haltbarkeit. Hattest du schon irgendwelche Probleme? Wie lange liegen deine Dosen?

Viele Grüße

Jochen

Offline Steingesicht

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #12 am: 07. September 2013, 12:07:44 »
diese hier liegt schon 3 Winter: http://opencaching.de/OCB13C - bisher ohne Beanstandung. Da hatte ich sogar eine recht dünne Wandstärke ~10-15mm, allerdings ist das kein Estrichbeton, sondern ein frostfester Fliesenmörtel, den ich mehrlagig über einen umgedrehten Blumentopf (Kunststoff) gespachtelt habe. Das ist aber prinzipiell nicht anders wie mit Estrichbeton, den musst Du aber mit 30-50mm Dicke verarbeiten, wegen der grösseren Zuschläge. Der Estrichbeton lässt sich aber, wenn Du ihn erdfeucht anrührst (das ist dann mehr so wie feuchte Erde und nicht besonders fliesfähig) dann kann man den Freihand ohne Form zu einem Hügel formen (trotzdem gut verdichten nicht vergessen)
Was mir noch zum Maulwurfshügel einfällt: wenn du dir trockene Gartenerde und/ oder Kies besorgst und diese auf den grad noch klebrigen Mörtel andrückst kannst Du Optik noch anpassen.
Bei 'nem alten Sackrest aus dem Keller aber vorher mal schauen, ob der Zement nicht inzwischen verreckt ist, sonst wird das nie richtig frostfest ;)

Offline 4_Vs

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #13 am: 07. September 2013, 15:15:17 »

- nach ca. 3-7 Tagen (nicht austrocknen lassen, Beton muss feucht erhärten)
Kannst Du das mal bitte erklären?
Whenever I try to plan something, it doesn't seems to work out. So why plan, it only leads to disappointment! (Eddie van Halen)

Offline Steingesicht

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Re: Maulwurfshügel selber bauen?
« Antwort #14 am: 07. September 2013, 22:42:27 »
- nach ca. 3-7 Tagen (nicht austrocknen lassen, Beton muss feucht erhärten)
Kannst Du das mal bitte erklären?
Beton "trocknet" nicht, er härtet chemisch aus. Einfach gesagt entsteht aus Zement und Wasser -> Zementstein (bitte erspart mir, dass ich das genauer auseinaderklamüsere ;-)) Deswegen darf auch das Mischungsverhältnis Wasser:Zement nicht beliebig eingestellt werden, meist wird irgendwo zwischen 0,33 und 0,55:1 gemischt. Je weniger Wasser nach dem Ende der Erhärtung übrig bleibt, desto weniger Poren im Zementstein, desto fester der Verbund.
Wenn man aber im Erhärtungsprozess die Feuchtigkeit zu schnell entzieht, dann kann sich das Gefüge nicht richtig ausbilden und der Beton wird rissig ("verreckt")