Autor Thema: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage  (Gelesen 14894 mal)

Offline PaulundNelly

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Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« am: 14. Juli 2014, 09:26:24 »
Liebe Cacher-Gemeinde,

was ärgere ich mich oft über völlig ungepflegte Caches, in denen durchweichte Logbücher dahin modern oder überfüllt sind. Auch bieten manche Nano-Caches kaum Platz für ein anständiges Logbuch und dann hat man wieder keinen Stift dabei und was passiert mit den Logbüchern? Keiner gleicht die Einträge dort mit seinen auf opencaching.de erfolgten Einträgen ab und wozu auch. Wenn einer das Spiel nicht spielen mag und Funde logt, ohne vor Ort gewesen zu sein, ist er doch selbst schuld. Leider zwingt die Verwendung eines Papierlogbuches den Versteckenden auch zur Verwendung immer der selben Dosen, Abwechslung ist rar.

Meine Idee wäre - und das würde ich gern zur Diskussion stellen - einen Code einzuführen, der am Cache angebracht erst durch dessen online-Eingabe zum Logen des gefundenen Caches führt. Das hat mehrere Vorteile:

1. Der Owner hat keinen Stress mit überfüllten, verschwundenen oder zerstörten Logbüchern.
2. Nur wer wirklich den Cache findet und den Code entdeckt, kann loggen.
3. Man kann weltweit Caches an spannenden Orten aussetzen, ohne ständig sich um ein Logbuch kümmern müssen, also auch auf Reisen für nachfolgende Besucher
4. Der Suchende ist frei von Stift oder Platz für seinen Servus und kann sich auf ein ausführliches Logen online konzentrieren
5. Die Gefahr entdeckt zu werden, weil man sich unter Muggelaufsicht zu lange mit einem Logbucheintrag aufhält, wird minimiert
und das Wichtigste
6. Man kann auch gänzlich andere Dinge zum Cache machen, indem man eine Plakette oder ähnliches mit dem Code anbringt, was das Suchen und Finden spannender gestaltet und mehr Freiraum für kreative Ideen und Aufmerksamkeit schafft, für Dinge, die nicht hohl sind, um ein Logbuch zu fassen, aber ungewöhnlich genug, um beachtet zu werden. Man muss nicht immer an einem spannenden Objekt etwas verstecken, es kann bei zB einem Rätselcache auch das Objekt selbst sein, das es zu entdecken gilt.

Damit könnte sich opencaching.de auch von der Konkurrenz abheben und Anreize schaffen, traditionelle geocaching.com Nutzer auf seine Seite zu ziehen und uns zu motivieren, mehr Caches auf opencaching.de zu verstecken.

Was haltet ihr davon?

LG Paul

Offline 4_Vs

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #1 am: 14. Juli 2014, 09:30:56 »
Hallo Paul,

gibt es schon --> http://www.munzee.com
Whenever I try to plan something, it doesn't seems to work out. So why plan, it only leads to disappointment! (Eddie van Halen)

Offline naalide

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #2 am: 14. Juli 2014, 09:47:05 »
Im Prinzip kann man das doch schon mittels virtuellem Cache so machen.
Ob man nun einen Code selbst anbringt oder vor Ort eine Aufgabe löst, um an das Passwort zu gelangen.
Selbst bei "normalen" Caches kannst du schon ein Passwort eingeben, das abgefragt wird.

Übrigens vergleiche ich persönlich durchaus regelmäßig die "realen" Logbücher mit den Einträgen im Internet, vor allem bei GC, da wird nämlich mehr geschummelt. Bei OC habe ich zwar ein paar Einträge mehr im Logbuch als im Internet, aber das stört mich weniger als Interneteinträge, die nicht im Papierlogbuch stehen.

Offline PaulundNelly

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #3 am: 14. Juli 2014, 10:37:05 »
ich meine nicht die natürlich bereits existierende Möglichkeit, selbst Codewörter in Mystery-Caches einzubauen oder ähnliches, sondern den Ersatz von Papierlogbüchern in allen Cachevarianten, vor allem Tradis. Dann wäre ein Abgleich auch unnötig, denn ohne den Log-Code könnte keine Dose als gefunden gemeldet werden, was bei der herkömmlichen Methode offensichtlich möglich ist und zu meinem Erstaunen wohl auch gemacht wird. Was aber, wenn man keinen Stift zur Hand hat, das Logbuch voll oder zerstört ist, dann muss man auf seinen eigenen Eintrag verzichten und kann eh nur online loggen, etwas, was ein Code unnötig macht, den man sich nur merken muss oder fotografieren kann. Auch das Entziffern von gekrakelten Unterschriften wäre unnötig und mein wichtigster Vorteil wäre, dass Behältnisse für Logbücher nicht länger bestimmende Objekte der Schatzsuche sein müssten. Es könnten auch Gegenstände, historische oder natürliche Objekte, Kunst oder sonstige nicht als Behältnis dienende Dinge einen Cache bilden.

Insgesamt ist das nur eine Anregung von mir für opencaching.de, um sich vom übermächtigen Konkurrenten abzuheben. Ein Versuch quasi.

Offline PaulundNelly

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #4 am: 14. Juli 2014, 10:40:24 »
und an @4_Vs:

Danke, genial, ich glaube, das geht genau in die Richtung, die ich meinte. Kannte munzee noch gar nicht und werde es sofort ausprobieren. Toll  :D ;D :o

Offline Electrostyler

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #5 am: 14. Juli 2014, 11:26:36 »
Naja munzee ist nicht mein Fall.
Und Codes anbringen naja genauso nicht mein Fall ;-)
Ich finde damit geht der Reiz eine Dose selbst zu gestallten
irgendwie verloren.

Ich selber bin da für die Traditionelle Art. Dose, Logbuch ect. selbst zu
gestalten und das passende Versteck dafür zu finden.  8)

Offline PaulundNelly

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #6 am: 14. Juli 2014, 15:08:51 »
nein, der Ansatz ist gerade, noch kreativer sein zu können, als gezwungen zu werden, immer eine langweilige Dose, Schachtel oder Petling für so ein paar windige Seiten Logbuch zu verwenden. Nur, weil man statt eines Logbuches einen Code hinterlegt, wird der Cache ja nicht langweiliger oder weniger kreativ, sondern man erweitert schlicht die Vielfalt an Versteckmöglichkeiten, Gestaltungsmöglichkeiten und Örtlichkeiten.

Offline rennschnecke60

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #7 am: 14. Juli 2014, 19:21:01 »
Ich finde die Idee nicht schlecht, wobei ich es immer spannend finde im Logbuch zu stöbern. Klar, es ist ärgerlich, wenn die Dose unter Wasser steht, oder das Logbuch voll ist. Aber wenn ich einen Cache lege, dann ist es mir bewusst, dass ich diesen auch pflegen muss. Mir würde das Logbuch fehlen. Aber jeder kann ja für sich den idealen Cache finden.
Gruß
rennschnecke60

Offline Steingesicht

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #8 am: 14. Juli 2014, 20:48:56 »
Hallo Paul,

gibt es schon --> http://www.munzee.com
Und nicht nur dort, auch opencaching.de erlaubt das Loggen per Logpasswort - übrigens nicht nur bei Virtuellen Caches.
Auch andere Plattformen bieten das an. Bei geocaching.hu zum Beispiel ist das schon obligatorisch.

Offline Steingesicht

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #9 am: 14. Juli 2014, 20:52:50 »
Meine Idee wäre - und das würde ich gern zur Diskussion stellen - einen Code einzuführen, der am Cache angebracht erst durch dessen online-Eingabe zum Logen des gefundenen Caches führt. [...]

Was haltet ihr davon?
Das wäre Eulen nach Athen tragen. Neben den reinen Passwort-Log-Plattformen wie munzee und geocheckpointing ist das Loggen per PW auf den meisten Plattformen m.W.n. bereits umgesetzt, ausser halt beim grossen Platzhirsch aus Seattle, weswegen diese Logmöglichkeit so selten wahrgenommen wird.

Offline badnerland

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #10 am: 15. Juli 2014, 07:44:06 »
nein, der Ansatz ist gerade, noch kreativer sein zu können

Das Potential in die andere Richtung halte ich für wesentlich größer: So würden noch ideenlosere Caches möglich, analog zum QR-Code-Bepper von Munzee. Und es würde den Anreiz zur Wartung vermindern, wenn der Gesamtzustand des Caches völlig egal wird, solange nur noch der Code vor Ort vorhanden und halbwegs lesbar ist.


Offline Steingesicht

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #11 am: 15. Juli 2014, 09:30:53 »
Ich halte die Gefahr für eher gering: die Möglichkeit des Passwort-Logs gibt nun schon eine ganze Weile, aber mir ist bisher nicht aufgefallen, das sie vermehrt zu ungepflegten Caches geführt hat, für physische Caches wird sie ja auch kaum genutzt.

Offline clownfisch

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #12 am: 16. Juli 2014, 09:09:17 »
Dann wird das so enden wie bei den TBs bei GC. Da gibt es regelmäßig Listen mit den Nummern der TBs. Da kann man alle schön loggen ohne das Teil überhaupt in der Hand gehabt zu haben.

Bei uns in der Gegend pflegen einige Cacher Listen, wo die Finalkoords von Fragezeichen und Multis drinstehen. Für die wäre das praktisch. Denn dann würden nur noch die Loggingcodes dazukommen und man bräuchte nicht mal mehr zum loggen ausser Haus.

Offline Steingesicht

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #13 am: 16. Juli 2014, 09:23:49 »
Die Gefahr sehe ich nur auf Statistikplattformen ;) und wer unbedingt online loggen will, ohne vor Ort gewesen zu sein, kann das auch heute schon tun (und es wird auch gemacht) - welcher Cacheleger gleicht schon immer alle online-Logs mit den Papierlogs ab? Hinzu kommen noch "Teamlogs", Stempellogs für befreundete Cacher usw. bei denen der Onlinelogger auch nicht zwingend vor Ort gewesen sein muss. Allerdings ist mir das bei meinen oc-onlys bisher noch nicht aufgefallen - eher andersrum: da gibt es mehr Papierlogs als online.

Offline Nadiphan

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Re: Code statt Papier-Logbuch - eine Grundsatzfrage
« Antwort #14 am: 17. Juli 2014, 11:29:24 »
nein, der Ansatz ist gerade, noch kreativer sein zu können, ...

Für mich liegt der Reiz in genau der anderen Richtung: Die Kreativität zeichnet sich dadurch aus möglichst große Dosen an den zeigenswerten Orten zu Verstecken.
Virtuelle und mikro Caches sollten da eher Notlösungen sein. Für mich ist seit etwas 2 Jahren die Größe "normal" das Ziel beim Verstecken und am liebsten auch beim Suchen.