Autor Thema: Groundspeak zwingt zu Opencaching  (Gelesen 6224 mal)

Offline Hynz

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #30 am: 09. Februar 2016, 12:22:53 »
Wer darauf besteht, auf Opencaching.de Cachebeschreibungen zu zerstören oder zu löschen (sog. Listingvandalismus), wird ausgesperrt - also das Benutzerkonto wird deaktiviert. Außerdem werden die vandalierten Cachelistings wiederhergestellt.

Auf das Löschen von Logs wurde bislang nicht geachtet, aber wenn das jemand massenweise bei alten Logs macht, wäre ich sehr dafür es auch als Vandalismus zu behandeln. Die technische Möglichkeit, solche Logs wiederherzustellen, ist genau wie bei den Listings vorhanden.
Danke. Gut bestaetigt zu bekommen, dass die Betreiber von Opencaching mit Augenmass vorgehen. Offenheit heisst nicht "everything goes".

Offline Kassena Tomat

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #31 am: 09. Februar 2016, 12:47:37 »
Wer darauf besteht, auf Opencaching.de Cachebeschreibungen zu zerstören oder zu löschen (sog. Listingvandalismus), wird ausgesperrt - also das Benutzerkonto wird deaktiviert. Außerdem werden die vandalierten Cachelistings wiederhergestellt.

Ich habe mir gerade mal den Wiki-Artikel dazu angeschaut. Ehrlich gesagt gibt es für mich nachvollziehbare Gründe, dass ein Owner sein Listing nachträglich löscht oder verändert:

Wenn er seinen Cache archiviert und die Dose nicht mehr existiert, dann hat das archivierte Listing allenfalls Erinnerungswert, aber keinen Informationswert mehr. Wenn er dann das Listing ganz oder teilweise löscht, kann es z. B. sein, dass er den Ort schützen will, auch um dort evt. später einen anderen neuen Cache zu legen. Oder er hat einen kreativen und aufwändigen Multi- oder Rätselcache archiviert und möchte nicht, dass jmd. seine Idee "klaut". Oder er will sich einfach komplett aus OC zurückziehen und möglichst wenig "Spuren" hinterlassen. Das kann man bewerten wie man will, aber m. E. wäre das zu akzeptieren.

Für mich wäre es nur dann Listingvandalismus, wenn jemand sein Listing (nachträglich) missbraucht, um sich auszukotzen, illegales Zeug zu verbreiten, politische oder sonstige Statements abzugeben o. ä., die mit dem Cache und der Geocaching-Idee nichts zu tun haben.

Offline Schnatterfleck

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #32 am: 09. Februar 2016, 15:36:07 »
Ich habe mir gerade mal den Wiki-Artikel dazu angeschaut. Ehrlich gesagt gibt es für mich nachvollziehbare Gründe, dass ein Owner sein Listing nachträglich löscht oder verändert:

Zitat von: Wiki
Davon nicht betroffen sind selbstverständlich sinnvolle Änderungen beim Archivieren eines Caches. Zum Beispiel die Koordinaten um ein paar hundert Meter verlegen und konkrete Hinweise auf das Versteck entfernen, um die Location zu schützen.

Damit sind fast alle Deiner genannten Punkte abgedeckt. Erscheint mir fair gegenüber allen (den Owner eingeschlossen).

Bleibt noch:
Oder er will sich einfach komplett aus OC zurückziehen und möglichst wenig "Spuren" hinterlassen.

Generell gilt hier wie überall: Was ich nicht öffentlich sehen will, sollte ich nicht veröffentlichen (vor allem nicht unter einer "offenen" Lizenz).
Wobei sich natürlich Lebensumstände ändern können und man vielleicht auch manchmal etwas unbedacht in die Welt setzt...

Aber falls Details eines Caches tatsächlich die Privatsphäre eines Owners signifikant beeinträchtigen sollten, findet man sicher beim Opencaching-Support ein offenes Ohr und eine Lösung, vermute ich mal...

Offline Natureshadow / König Moderig

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #33 am: 09. Februar 2016, 15:48:21 »
Naja, Fakt ist schon, dass sowohl die an Groundspeak als auch die bei OC erteilte CC-Lizenz unwiderruflich sind. Das heißt, beide dürfen den Inhalt wiederherstellen.

Offline Kassena Tomat

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #34 am: 09. Februar 2016, 18:43:38 »
@ Schnatterfleck: das ist ja alles richtig. Nur frage ich mich, was es außer Prinzipienreiterei für einen Sinn haben soll, dass der OC Support ein gelöschtes Listing wieder herstellt, wenn der Cache dazu gar nicht mehr da ist?

Klingt fast nach Kindergarten: Wenn der Owner sein Listing gegen die "Regeln" bzw. Nutzungsbedingungen löscht, dann stellen wir wir Support es eben wieder her -  ätsch!

Wenn jmd. sein Listing löscht, dann soll er doch. Wen stört's, wenn es den Cache eh nicht mehr gibt?

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #35 am: 09. Februar 2016, 19:37:26 »
@ Schnatterfleck: das ist ja alles richtig. Nur frage ich mich, was es außer Prinzipienreiterei für einen Sinn haben soll, dass der OC Support ein gelöschtes Listing wieder herstellt, wenn der Cache dazu gar nicht mehr da ist?

Der Sinn liegt einzig und alleine darin, die Listings zur Dokumentation zu erhalten. So bleiben die Fundhistorien der Logger intakt, wer mag kann nochmal nachschauen welche Caches er gemacht hat, und das Rüberkopieren von Altlogs von GC wird nicht behindert. Dich persönlich mag das alles nicht interessieren, aber es gibt Cacher die es interessiert.

Aber falls Details eines Caches tatsächlich die Privatsphäre eines Owners signifikant beeinträchtigen sollten, findet man sicher beim Opencaching-Support ein offenes Ohr und eine Lösung, vermute ich mal...

Ja klar.

Offline Natureshadow / König Moderig

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #36 am: 09. Februar 2016, 20:00:06 »
Ich muss sagen, bei Listings sehe ich das auch anders. Das Listing betrifft ja die Historie aller Cacher, die den Cache jemals gesucht haben.

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #37 am: 10. Februar 2016, 01:18:34 »
Alte Logs können auch wertvoll sein. Sie können Hinweise enthalten auf Gefahren, ungenaue Koordinaten, irreführende Hints, irreführende D/T/S-Einstufung, Jahreszeiten in denen das Gelände besonders anspruchsvoll ist, Verwechslungsgefahr mit naheliegenden GC-Dosen usw. Wenn man diese Logs pauschal löscht, schadet man also auch den anderen Cachern. (Es sei denn, man ist notorischer Kurzlogger.  ::))
« Letzte Änderung: 10. Februar 2016, 01:24:53 von following »

Offline mic@

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #38 am: 10. Februar 2016, 06:17:17 »
Zitat von: following
Der Sinn liegt einzig und alleine darin, die Listings zur Dokumentation zu erhalten. So bleiben die Fundhistorien der Logger intakt, wer mag kann nochmal nachschauen welche Caches er gemacht hat, und das Rüberkopieren von Altlogs von GC wird nicht behindert. Dich persönlich mag das alles nicht interessieren, aber es gibt Cacher die es interessiert.

Wenn ein vandalisiertes Listing wieder hergestellt wird, dann geht das doch nur,
wenn zuvor der Owner (zwangs)deaktiviert wird. Bei jeder Userdeaktivierung
werden alle zugehörigen Listings gesperrt. Wie kann dann also ein gc-Altlog
herüberkopiert werden in ein restauriertes und >gesperrtes< Listing?

Offline Natureshadow / König Moderig

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #39 am: 24. Februar 2016, 14:46:08 »
Äh, ja, pfffff…

Wird ja immer besser. Jetzt kann man neuerdings die Logs nicht mehr lesen. Die haben von ehemals HTML und UBB auf Markdown umgestellt, und Posts mit dem alten Markup muss man einzeln und aktiv konvertieren (wenn man als Autor des Logs dewn Log öffnet, bekommt man einen Button, mit dem man den Log nach Markdown konvertieren kann; alle Logs, bei denen man das nicht tut, werden mit rohem Markup angezeigt).

D.h., wenn ich will, dass meine Logs da noch Leute sinnvoll lesen können, muss ich knapp 3000 Logs durchklicken, oder was :D.

Dann kann ich sie auch gleich wegwerfen…

[/rant]

Offline Slini11

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #40 am: 24. Februar 2016, 16:16:07 »
D.h., wenn ich will, dass meine Logs da noch Leute sinnvoll lesen können, muss ich knapp 3000 Logs durchklicken, oder was :D.
Warum selbst die Arbeit machen, wenn man doch weiß, dass jmd. anderes das für einen machen würde  ::)?
http://project-gc.com/Tools/MarkdownIncompatibleLogs

Offline Natureshadow / König Moderig

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #41 am: 24. Februar 2016, 23:48:23 »
D.h., wenn ich will, dass meine Logs da noch Leute sinnvoll lesen können, muss ich knapp 3000 Logs durchklicken, oder was :D.
Warum selbst die Arbeit machen, wenn man doch weiß, dass jmd. anderes das für einen machen würde  ::)?
http://project-gc.com/Tools/MarkdownIncompatibleLogs

Weil ich Project-GC noch bescheuerter finde als Groundspeak selber…

Außerdem, muss man dafür nicht Premium Member sein? kA…

Offline Siggiiiiii

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #42 am: 27. März 2016, 19:07:04 »
Juhu, ich darf wieder!!!!11elf

Ich habe mein Profil entsprechend angepasst.

Was die unerwünschte Werbung angeht: Groundspeak macht auch unerwünschte Werbung. Ich bezahle seit 2006 für den Mist da, und  als ich damit angefangen habe, war ein „Feature“ der Premium Membership noch, dass dann die Werbung auf der Website ausgeblendet wird. Das hat etwa 2 Jahre gehalten, seitdem haben auch zahlende Kunden Werbung am Hals.

Ich werde das mit dem Laden da nicht mehr mitmachen. Mein aktueller Plan ist, bis zum Ende meiner Premium-Mitgliedschaft noch einige Caches zu machen, und den letzten Tag zu nutzen, das Feld zu räumen. Das heißt:

  • Alle geposteten Logs udn Listings abrufen und lokal archivieren
  • Texte aller geposteten Logs entfernen
  • Alle geposteten Logs archivieren
  • Bei allen gefundenen Caches Notes mit einer Erklärung anstelle des alten Logs posten
  • Disable Account anklicken

Und ja, der Code dafür liegt schon hier ;).

Is das nicht wahnsinnig aufwändig oder haste da echt nen Skript?

Offline Natureshadow / König Moderig

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #43 am: 30. März 2016, 10:30:47 »
Is das nicht wahnsinnig aufwändig oder haste da echt nen Skript?

Ja, habe ich.

Ich brauchte sowas ähnliches schon mal, als ich meinen Nickname geändert habe. Da gab es einen Owner, der meinte, ich müsste seine 50 Raststättencaches nochmal machen, weil mein neuer Name da ja nicht im Logbuch steht. Da haben wir dann ein paar Tage lang das Spiel gespielt, dass er die 50 Logs per Hand löschte und ich per Skript wieder loggte.

Und nein, ich hätte mich nicht beschwert, wenn Groundspeak mich *dafür* rausgeschmissen hätte ;)!

-nik

Offline Siggiiiiii

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Re: Groundspeak zwingt zu Opencaching
« Antwort #44 am: 30. März 2016, 13:05:27 »
Interessant. Da wäre ich evtl. interessiert. ;-)
Mein GC-Bestand geht langsam zurück. Die haben grad zwei Caches archiviert, weil sie wegen Baumarbeiten "zu lange" pausiert haben. Die Reviewer haben meine Posts gar nicht gelesen sondern einfach Textbausteine gepostet. Denen ist das inzwischen egal, dass Owner die Macher sind. Ist wohl schon zu inflationär. Die Quali der Caches nimmt auch ab. Viele Leute haben das scheinbar nicht wirklich als Hobby sondern als Strohfeuer.