Handy GPS vs GPS-Gerät?

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Moderator: mic@

MarcoLiverpool

Hallo,

also ich bin auch erst seit kurzem dabei - dazu gekommen bin ich einfach, weil ich über c:geo gestolpert bin. Ich habe bislang nur das Smartphone im Einsatz, habe aber auch schon einmal über die Anschaffung eines GPS Gerätes nachgedacht. Jedoch schocken mich die Preise schon ein wenig. Zwar habe ich auch schon Geräte für um die 100 Euro gefunden, die hatten in den Tests aber immer beim Kartenmaterial 'versagt'. Vielfach war das Kartenmaterial zu ungenau (kleine Feldwege) oder es war nicht mit OSM Material erweiterbar....

Bislang kann ich nicht wirklich nachvollziehen, warum man das Kartenmaterial überhaupt braucht. Ich habe bislang immer mit dem im c:geo befindlichen Kompass gearbeitet...

Ist das Kartenmaterial den wirklich wichtig? Bislang habe ich mich mit Multi Caches beschäftigt - eventuell gibt es Caches, wo man nicht einfach nach Koords laufen kann????
Schrottie

Kartenmaterial ist ganz angenehm, wenn man die Cachetour mit einer schönen Wanderung kombinieren will. Da ist es dann nämlich oft der richtige Abzweig der zur Dose führt und den sieht man eben nur auf der Karte. Allerdings kann man hier ohne weiteres auch auf Locus zurückgreifen, eine Android-Karten-App (mit Geocachingmodul), die viele tolle Karten offline vorhalten kann und letztlich genauso gut ist wie ein GPS mit Kartenmaterial. Unterschiede in der Genauigkeit wird man auch nur dann feststellen, wenn das Handynetz weg oder zu schwach ist, denn dann liegen die Schwächen des Handy-GPS offen, das kann dann nämlich in Sachen Genauigkeit nicht mehr mit einem "richtigen" GPS mithalten.
centeraudio

[quote="Schrottie"]
Unterschiede in der Genauigkeit wird man auch nur dann feststellen, wenn das Handynetz weg oder zu schwach ist, denn dann liegen die Schwächen des Handy-GPS offen, das kann dann nämlich in Sachen Genauigkeit nicht mehr mit einem "richtigen" GPS mithalten.
[/quote]

kann ich so überhaupt nicht bestätigen.
Handynetz hilft allenfalls bei der groben Ortung. Ohne Netz dauert es nur deutlich länger bis zur ersten Positionsbestimmung falls GPS vorher aus war und der letzte Standort nicht mehr gespeichert ist bzw du dich zuweit vom letzten Standort entfernt hast.
Sobald die aktuelle Postion mal bekannt ist geht es - zumindest mit meinen Geräten - sehr gut.

Was beim Smartphone (Android, bei Apple weiß ich nicht, schätze aber ähnlich) wirklich hilft für besseren Postionsdaten ist WLAN+Onlineverbindung+aktivierte Standortdienste.
Klappt aber auch nur gut wenn mehrere WLANs in Reichweite sind (also im eher urbanen Bereich)

Zudem finde ich - In Verbindung mit Kartendarstellung - reicht meistens auch schon eine recht "schlechte" Genauigkeit.

[quote="MarcoLiverpool"]
Ist das Kartenmaterial den wirklich wichtig? Bislang habe ich mich mit Multi Caches beschäftigt - eventuell gibt es Caches, wo man nicht einfach nach Koords laufen kann????
[/quote]
Ist eigentlich das "Killerfeature" finde ich.
Nutze für Android nur c:geo mit Karten.
Ist Kostenlos, Werbefrei, läuft Stabil, erfährt regelmäßige Updates, unterstützt Online Karten und Offline Karten, Es gibt viele Quellen mit kostenlosem und regelmäßig aktualisiertem (Offline-)Kartenmaterial, es unterstützt auch verschiedene Kartendarstellungen, usw. usw.

Finde das so gut,das ich es mittlerweile mehr außerhalb des Geocaching verwende - nur als Karten-App (beim Bergsteigen, in fremder Stadt usw)
einzig Navigieren im Sinne eines Straßen- bzw. FußgängerNavi kann c:geo nicht - man sollte also zumindest so ungefähr wissen wo es hingehen soll.

Locus oder Oruxmaps müssen eben bezalht werden oder blenden dir Werbung ein, Das einzige was die besser können ist die Navifunktion (aber auch nur mit Onlineverbindung)

Passende Karten und besorge ich mir von
[url=http://www.openandromaps.org]http://www.openandromaps.org[/url]
Die funktionieren auch ohne Internetverbindung - Speicherbedarf ist recht überschaubar (ganz Deutschland - mit fast jedem Trampelpfad - ca 1,5GB)

Vorteil ingesamt an der Kartendarstellung ist eben das du sobald der nächste Wegpunkt bekannt ist direkt mal den "besten" Weg suchen kannst.
Beispiel Brücke über Fluss, Wegpunkt ca einen Kilometer weiter - welche Seite nimmst du?
Ich stand schon auf der falschen Seite... macht der Fluss doch eine stärkere Kurve als du denkst etc.
Gleiches geht mit Klippe, (Hauptverkehrs-)Straße, Dickicht/Unterholz usw.

Für mich einziger größerer Vorteil eines "echten" GPS: die Geräte sind meistens nicht nur Wasserdicht sondern auch SCHWIMMFÄHIG d.h. wenn es dir im Wasser abhanden kommt musst du wahrscheinlich nicht den Grund absuchen... da kenne ich bis jetzt kein Smartphone das dies kann.
MarcoLiverpool

Jo, heute habe ich mal die Vorzüge von Kartenmaterial kennengelernt. Bislang haben wir uns nur in bekanntem Terrain bewegt. da weiss man, woher man gehen kann. Heute ging es erstmals abseits bekannter Pfade und wir sind immer um das Ziel rumgelaufen. Erst mit der Karte konnten wir den Weg finden, der uns dem Ziel näher bringen würde.... leider bislang noch immer ohne Erfolg.....

Aber heute habe ich auch einen weiteren Grund für ein eigenes Gerät gefunden..... Der Akku meines Galaxy S3 war nach rund 3 Stunden mit nur noch 25% fast platt. Hier verspreche ich mir vom GPS Gerät eine längere Dauer.... Heute mussten wir unser 2. Cache leider unterbrechen.....

Stellt sich nur die Frage, welches Gerät ist zu empfehlen....

Grüße

Oliver
AndyMu
Nano
Nano
Beiträge: 20
Registriert: 14.08.2014, 10:56

Falls Dich der Anschaffungspreis eines GPS Gerätes etwas abschreckt, dann überlege Dir entweder die Anschaffung eines externen Powerpacks oder einer bluetooth GPS Maus für das Handy.

Ich habe zu meinem Galaxy S2 eine QStarz BT-Q818XT, gibts für um die 70-80 EUR. Damit hast Du dann die Vorteile der Variabilität des Handys mit einer längeren Akkulaufzeit kombiniert. Die Maus hat bis zu 42h Akkulaufzeit, und bei einer Alpenüberquerung hatte die Kombination Handy/GPS Maus die 7-8h Tagestouren durchgehalten... danach war aber auch Schluß. Reicht i.d.R. aber auch für größere Cacher-Touren aus.
Was ich an der Maus gut finde: die Genauigkeit ist mit bis zu 2,33m wesentlich besser als die des GPS Chips im Handy, und der Empfang ist, gerade im Wald, weitaus besser als beim Handy GPS. Schwierig war eher, die Verbindung Handy/Maus stabil hinzubekommen. Mit "Bluetooth GPS" ging das dann ganz gut, war besser als in Locus die programminterne bluetooth-Verbindung zu verwenden; die kann keinen Reconnect, und das ist bei bluetooth wohl ab und an nötig.
Was mich an der Maus gerade noch stört: ab und an liefert sie völlig flasche Daten, sieht sich an die 100 m weiter an einer ganz anderen Stelle. Dann muss man sie aus- und wieder einschalten. Da möchte ich aber erstmal die A-GPS Funktion mit neuen Daten füttern, evtl. hilft das...
suzuki1402

Hallo,

ich habe vor ca. 3 Jahren das Garmin eTrax für ca. 70 € gekauft und es navigiert sehr gut...
[url=http://www.directupload.net][img]http://s14.directupload.net/images/141027/4t8bcxwn.jpg[/img][/url]
Bekommt man auch gute gebraucht...
Man hat aber auch keine Karte..
Ich habe eine Offline Karte auf meinem Handy, welche umsonst zu bekommen ist...
Eine Karte ist dann von Vorteil wenn man z.B. vor einem Feld steht, das Naavi zeigt grad aus und man ist unsicher ob man rechts oder links besser zum Ziel kommt...

Tschau...
Zuletzt geändert von suzuki1402 am 27.10.2014, 06:31, insgesamt 1-mal geändert.
geochris70

Ich habe mir gerade das Garmin eTrex30 geordert. Bis jetzt bin ich auch mit dem Handy unterwegs gewesen. Aber!! Da ich das Gerät auch mal in Kinderhände geben muss und weil mein Handy etwas teurer war fühle ich mich mit einem GPS welches auch mal hin fallen darf oder bei Regen auch mal nass werden kann wesentlich wohler.
FRAGE! Ich bekomme eine TOPO Karte zum GPS, für ein Teil von Deutschland. Wo bekomme ich jetzt eine Karte für das ETrex30 ohne dafür zu bezahlen und kann ich die garmin - Karte aufspielen und die anderen Karten gleichzeitig auch?
Ich denke es wird nicht die einzige Frage bleiben. Warten wir mal bis ich das Teil in der Hand halte!

Schönen Abend noch!
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pjacobi
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Registriert: 04.11.2014, 10:10

Im Rahmen des Speicherplatzes, die das Gerät bietet, kannst Du so viele Karten drauftun wie Du möchtest. Allerdings sind die Karten oft gerade darauf optimiert, so viel wie möglich an Details zu bieten, und nutzen deshalb über 50% des Speichers. Aber mit einer zusätzlichen Speicherkarte geht es dann wieder.

Quelle für freie Karten: http://freizeitkarte-osm.de/garmin/de/index.html (zum Beispiel)
geochris70

Danke für die Antwort. Ich werde mich am Samstag mit meinem GPS und dieser Karte befassen.
fromnai

Hey, lässt sich natürlich nicht ganz pauschal beantworten, allerdings kann man schon in der Regel davon ausgehen, dass GPS Geräte um einiges genauer sind. Außerdem sind sie robuster, können viele Cashes speichern und sind allgemein auf längere Sicht einfach besser. Natürlich kostet ein GPS Gerät ein bisschen Geld, aber wenn du eines nur fürs Geocachen suchst, ist das Garmin eTrex 10 ganz gut. Bietet Standard Funktionen, welche hochwertig umgesetzt sind für ca. 90 Euro.. Sonst einfach mal hier (**URL vom Moderator entfert**) vorbeischauen, finde die Seite sehr gelungen.
Gruß und viel Glück beim Cachen!

**Edit by Clanfamily-Mirco
Zuletzt geändert von fromnai am 13.10.2016, 19:58, insgesamt 1-mal geändert.
Q-Owl

Ich habe zum Cache-Suchen ca. zwei Jahre lang ein Samsung S2 mit c:geo benutzt.
Davor ein Garmin etrex H. Das war aber ziemlich umständlich.

Seit Kurzem nutze ich ein S4. Es war am Anfang lahm und ungenau.
Seit ich in den c:geo Eigenschaften den Orientierungssensor ausgeschaltet habe, arbeitet es flotter und genauer.
Durch OSM oflline-Karten und das Vorladen von Caches im Wlan wird der mobile Datenverbrauch stark reduziert und das Ganze funktioniert auch in Gegenden ohne www-Empfang.

Das etrex benutze ich eigentlich nur noch zum exakten Einmessen neu angelegter Caches, falls der Platz nicht mit GoogleEarth eindeutig zu bestimmen ist.
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@fromnai: Es erfreut doch immer wieder mein virtuelles Herz, wenn Menschen versuchen mit Internet Geld zu verdienen. Die verlinkte Seite ist eine Affiliate Seite; sicherlich mit - für Einsteiger interessanten Inhalten - jedoch nichts was dem Wissensstand eines Besuchers, sondern den Umsatz des Betreibers bereichern soll. Darüber hinaus ist der Link gezielt in ein Thema angebracht worden, dass eigentlich "abgehakt" war. Da das Link-Ziel definitiv kein Mehrwehrt bietet sondern reines Traffic anvisiert habe ich den Link entfernt. Das macht hier bei uns im Forum keinen Sinn. Vielen Dank für Dein Verständnis.

PS: Schön mal wieder einem alten Threat auf die Sprünge zu helfen ;)
Mit feudalen Grüßen,
Mirco aka Clanfamily
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Jiver78
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Die GPS-Sensoren von GPS-Geräten und Handys sind gleich gut. "Genauigkeit" ist kein Unterscheidungsgrund mehr für Handy vs GPS-Gerät.

Von einem etrex10 würde ich dringend abraten. Mindestens das 20er. Das 10er hat sehr wenig Speicher (rund 8 MB, und ist auch nicht erweiterbar).

Handy:
+ ist halt 'n Handy mit allen Möglichkeiten (Telefon, Internet), man es sowieso dabei, flexibeles Cachen (ohne Vorbereitung)
- laufende Kosten für Internet (ohne offlinekarten kann das sehr viel Traffic verursachen)

Vorteil GPSr:
+ sehr robust (kann problemlos mal runterfallen / in den Dreck fallen)
- benötigt Vorbereitung (Caches / Karten downloaden, aufs Gerät kopieren)

Ich Cache mit dem etrex 30x (hab ich ohne Kartenmaterial für rund 150€ bekommen, mein Kartenmaterial: OSM)

Ansonsten schau mal auf FB in eine der Geocaching Gruppen. Das Thema ist dort eigentlich wöchtenlich dran...
Q-Owl

[quote="Jiver78"]
Handy:
+ ist halt 'n Handy mit allen Möglichkeiten (Telefon, Internet), man es sowieso dabei, flexibeles Cachen (ohne Vorbereitung)
- laufende Kosten für Internet (ohne offlinekarten kann das sehr viel Traffic verursachen)[/quote]
Mit offlineKarten gibt es erstaunlich wenig Traffic. :)
Außerdem sind die offK für mich unverzichtbar, weil überall da, wo keine Leute wohnen (Waldtäler, Steilküste, ...) kaum www-Empfang verfügbar ist.
[Aber offline vorgeladene Caches braucht man in so einer Gegend auch: Zwischen Großem und Kleinem Arber im Bayrischen Wald habe ich drei Caches verpasst, weil ich keinen Empfang hatte.  :( :doh: ]
- Akku hält oft keinen ganzen Cachertag durch. Abhilfe: Powerstick und Ladekabel mitnehmen.
[quote="Jiver78"]
Vorteil GPSr:
+ sehr robust (kann problemlos mal runterfallen / in den Dreck fallen)
- benötigt Vorbereitung (Caches / Karten downloaden, aufs Gerät kopieren) [/quote]
- Batteriefresser. Abhilfe: Immer nur kurz anmachen und Ersatzbatterien bzw. geladene Akkus mitnehmen.
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Jiver78
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[quote="Q-Owls"]
Mit offlineKarten gibt es erstaunlich wenig Traffic. :)
[/quote]

Deswegen hatte ich extra "ohne Offlinekarten" dazu geschrieben.
Es soll tatsächlich Cacher geben, die rein online unterwegs sind und sich über Funklöcher oder den Traffic wundern... ;-)

[quote="Q-Owls"]
- Batteriefresser. Abhilfe: Immer nur kurz anmachen und Ersatzbatterien bzw. geladene Akkus mitnehmen.
[/quote]

Ich habe immer Ersatzakkus dabei und glücklicherweise kann man bei der etrex-Reihe ja stinknormale AA-BAtterien nutzen, die man faktisch überall bekommt.
Grunsätzlich sollten Akkus Batterien vorgezogen werden. Alleine schon aus dem ökologischen Aspekt.

Die Nutzungsdauer übertrifft Handys aber bei Weitem. Ich hatte im Sommerurlaub (3 Tage Oslo, 3 Tage Kopenhagen, 3 Tage Hamburg) mit 2 Satz Akkus gemacht. Und in Oslo und Kopenhagen war das GPS mein Hauptnabigationsmittel.
Zuletzt geändert von Jiver78 am 14.10.2016, 11:13, insgesamt 1-mal geändert.
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