Ideen für ein besseres OC

Du startest auf Opencaching.de durch, aber hast noch Fragen zum "WIE"?
Hier helfen Dir erfahrene User und OC Vereinsmitglieder weiter. Rund um das Anlegen, Veröffentlichen oder auch Suchen von Geocaches.

Moderator: mic@

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Der Windling
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[quote="ekorren"]
Was im Zweifelsfall nicht mal eine Lösung wäre - denn den cut&paste-couch-potato-Powerpublisher wird das wohl kaum dazu anregen, seine vielen hundert Webcamlistings auch alle zu archivieren - sondern allenfalls, die "freigewordenen Locations" zu reloaden. Was dann am Ende vielleicht sogar kontraproduktiv wäre...
[/quote]
Im OC Talk hat gestern jemand darauf aufmerksam gemacht, dass alle Caches des Powerpublishers verschwunden sind. Er hat anscheinend seinen Account gelöscht...

[quote="ekorren"]
In Norderney (und z.B. großen Teilen von Hessen, Sachsen-Anhalt und Sachsen) kommt dann noch dazu, dass der Owner, sagen wir mal... recht speziell ist und der eine oder andere nach einschlägigen Erfahrungen mit ihm seine "Caches" meidet oder auch OC ganz verlassen hat.
[/quote]
Bei manchen Ownern bleibt leider nur die Ignore-Liste...

Aber lasst uns doch einfach nach Lösungen suchen! Vielleicht sollte man hier jeweils einzeln über Webcams, Safaris und andere Virtuals reden. Ist ja doch jeweils etwas ganz anderes.
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ekorren
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[quote="Der Windling"]
[quote="ekorren"]
Was im Zweifelsfall nicht mal eine Lösung wäre - denn den cut&paste-couch-potato-Powerpublisher wird das wohl kaum dazu anregen, seine vielen hundert Webcamlistings auch alle zu archivieren - sondern allenfalls, die "freigewordenen Locations" zu reloaden. Was dann am Ende vielleicht sogar kontraproduktiv wäre...
[/quote]
Im OC Talk hat gestern jemand darauf aufmerksam gemacht, dass alle Caches des Powerpublishers verschwunden sind. Er hat anscheinend seinen Account gelöscht...
[/quote]
Stimmt, in Island sind jetzt wieder nur etwa ein Dutzend Webcamlistings ("Caches" mag ich es nicht nennen) aktiv. Mir war übrigens nicht mal wirklich aufgefallen, dass die von anderen Ownern stammen - ist doch der Listingtext von "GoNorth" zum Teil wörtlich gleich zu dem der ganz großen Winterschwemme. Da aber auch diese Listings verlangen, sich irgendwie zum Affen zu machen, landen sie wohl auch noch auf der mentalen Ignoreliste.

[quote="Der Windling"]
[quote="ekorren"]
In Norderney (und z.B. großen Teilen von Hessen, Sachsen-Anhalt und Sachsen) kommt dann noch dazu, dass der Owner, sagen wir mal... recht speziell ist und der eine oder andere nach einschlägigen Erfahrungen mit ihm seine "Caches" meidet oder auch OC ganz verlassen hat.
[/quote]
Bei manchen Ownern bleibt leider nur die Ignore-Liste...
[/quote]
Und das ist halt ärgerlich. Denn die Ignoreliste ist nun mal keine Lösung des Problems, sie lindert höchstens die Symptome.

Wenn eine Handvoll Leute ein paar Caches eines Owners auf die Ignoreliste setzen, ab und zu jemand trotzdem loggt und die meisten das Listing einfach wieder schließen und OC zumindest in der entsprechenden Region abhaken, fällt das im Zweifelsfall niemandem überhaupt auf. Und selbst wenn, dann lässt sich davon kaum jemand beeindrucken.

Das Problem an uninteressanten, schlecht ausgearbeiteten, oder durch "spezielle" Logbedingungen abstoßenden Massen-Virtual-Listings ist, dass sie a) den Gesamteindruck von OC negativ beeinflussen, und b) die Locations belegen und damit unter Umständen bessere Caches (egal ob Virtual oder Physical) verhindern.


Lösungen?

Nunja, da ist erstmal das Problem, dass Geschmäcker natürlich unterschiedlich sind.
Das nächste Problem ist, dass man sowas wie Qualitätsanforderungen bei Safaris (dazu gab es schon mal eine ältere Diskussion) nicht sinnvoll in Regeln gießen kann.

Spontan würde ich für Virtuals, Webcams und Safaris z.B. folgende Regeln begrüßen (mir fallen sicher noch mehr ein ;) ):

* Der Owner muss am Ort gewesen sein und die Aufgabe selber erfüllt haben
* Beschränkung der Anzahl von Virtuals und Webcams, die jemand besitzen darf (nicht oder deutlich anders für Safaris)
* Aufgaben, die besonders auffälliges Verhalten am Ort verlangen, sind unzulässig (bei Webcams reicht Anwesenheit auf dem Bild)

Bei Virtuals könnte ich mir vorstellen, dass man davon maximal so viele listen darf wie man physische Caches gelegt hat. Wenn ich mich richtig erinnere, ist das auch die Regel bei OP (nachgeschaut habe ich jetzt nicht nochmal).

Bei Safaris würde eine Koppelung an physische Caches überhaupt nicht passen, weil Safaris einfach doch ein eigenes Hobby sind. Es wäre eine sehr schlechte Idee, Safari-Interessenten dadurch abzuschrecken, dass man sie zum physischen OC-Caching als Voraussetzung zwingen will. Und einen Zusammenhang zwischen der Fähigkeit, einen Powertrail zu legen (um Masse zu schaffen) und der Fähigkeit, brauchbare Safari-Aufgaben und -Listings zu erstellen, kann ich schlicht nicht erkennen. Was ich mir aber vorstellen könnte, wäre eine Anforderung, dass man eine gewisse Menge an Safaris geloggt haben und also selber Erfahrung gesammelt haben muss, um eigene Safaris erstellen zu dürfen.
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cacher.ella73
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Spontan würde ich für Virtuals, Webcams und Safaris z.B. folgende Regeln begrüßen (mir fallen sicher noch mehr ein ;) ):

* Der Owner muss am Ort gewesen sein und die Aufgabe selber erfüllt haben
* Beschränkung der Anzahl von Virtuals und Webcams, die jemand besitzen darf (nicht oder deutlich anders für Safaris)
* Aufgaben, die besonders auffälliges Verhalten am Ort verlangen, sind unzulässig (bei Webcams reicht Anwesenheit auf dem Bild)

Bei Virtuals könnte ich mir vorstellen, dass man davon maximal so viele listen darf wie man physische Caches gelegt hat. Wenn ich mich richtig erinnere, ist das auch die Regel bei OP (nachgeschaut habe ich jetzt nicht nochmal).
Hallo!  :)
Wie wäre es mit einer Beschränkung in der Form, dass man pro Zeitraum (Woche / Monat?) nur jeweils 1-2 Virtuals und Webcam-Caches legen kann?
Ich würde es nicht begrüßen, wenn es von der Anzahl der gelegten physischen Caches abhängig wäre. Ich befürchte, dann gibt es, statt der vielen Virtuals, einfach nur viele lieblos dahingeworfene Mikrodosen.
Und denkt auch mal an die Owner die körperlich eingeschränkt sind und für die es leichter ist einen Virtual zu legen, als eine Dose.
* Der Owner muss am Ort gewesen sein und die Aufgabe selber erfüllt haben
müsste doch vorerst ausreichen. Aber wer überprüft das?

Liebe Grüße!  :)
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ekorren
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cacher.ella73 hat geschrieben:
Bei Virtuals könnte ich mir vorstellen, dass man davon maximal so viele listen darf wie man physische Caches gelegt hat. Wenn ich mich richtig erinnere, ist das auch die Regel bei OP (nachgeschaut habe ich jetzt nicht nochmal).
Hallo!  :)
Wie wäre es mit einer Beschränkung in der Form, dass man pro Zeitraum (Woche / Monat?) nur jeweils 1-2 Virtuals und Webcam-Caches legen kann?
Halte ich für keine gute Idee. Denn wenn man Virtuals legen will und da einen guten Grund für hat, dass es Virtuals sein müssen, dann können das mit gutem Grund oft mehrere mehr oder weniger zeitgleich sein (und anschließend wieder ein paar Monate nichts). Weil man eben irgendwo unterwegs war und dort etwas zeigen will. Wenn man jetzt z.B. nur einmal im Monat einen Virtual veröffentlichen dürfte, müsste man Listings auf Vorrat anlegen und sukzessive mit immer stärkerer Verzögerung aktivieren. Das kann irgendwie nicht so wirklich Sinn der Sache sein. Auf der anderen Seite würde es dazu verleiten, unreife Ideen schnell am 31. zu veröffentlichen, möglicherweise sogar unfertige Platzhalterlistings anzulegen, um das "Kontingent" des aktuellen Monats zu nutzen...
Ich würde es nicht begrüßen, wenn es von der Anzahl der gelegten physischen Caches abhängig wäre. Ich befürchte, dann gibt es, statt der vielen Virtuals, einfach nur viele lieblos dahingeworfene Mikrodosen.
Ich bin mir auch nicht so sicher, ob die Koppelung an die physischen Dosen eine gute Idee ist, aber es ist die beste, die ich habe.

Die Gefahr der dahingeworfenen Mikrodosen sehe ich nicht. Virtuals in größerer Anzahl legen Owner, die eben gerade keine Arbeit damit haben wollen und nichts pflegen wollen... also Owner, für die es einfach nur bequem sein muss. Und die werden sich nicht gerade die Arbeit machen, ein paar Petling-Powertrails zu legen, nur damit sie anschließend in einer anderen Stadt die Landkarte mit cut&paste-Virtuals zukleistern können.
Und denkt auch mal an die Owner die körperlich eingeschränkt sind und für die es leichter ist einen Virtual zu legen, als eine Dose.
In diesem Fall kann man ruhig eine Ausnahme (per Support) machen, ohne dass man Möchtegern-Powerpublishern eine besonders bequeme Plattform geben muss. Der Wunsch, dass jeder selbständig ohne Hilfe einen "Cache" veröffentlichen kann, egal was dabei herauskommt, ist für mich allerdings auch nicht prioritär.
* Der Owner muss am Ort gewesen sein und die Aufgabe selber erfüllt haben
müsste doch vorerst ausreichen. Aber wer überprüft das?
Diese Regel halte ich auch für die wichtigste, weil sie Exzesse wie die (nicht mehr ganz) aktuelle Webcam-Schwemme im Vorfeld vermeiden kann und vielleicht auch manche ganz besonders "witzigen" Logbedingungen und unerfüllbare Safaris vermeidet. Bei Safaris könnte man vielleicht noch dazufügen, dass man in der Lage sein muss, nachzuweisen, dass es eine gewisse Mindestanzahl von geeigneten Objekten gibt.

Ich glaube ansonsten nicht einmal, dass man das groß überprüfen muss. Regeln wirken meistens schon ganz gut als Richtlinien. Die meisten Owner werden sich also daran halten. Und es geht ansonsten ja nicht darum, alles perfekt gegen empfundenen Missbrauch oder kleinste Fehler abzudichten, sondern darum, dass man Exzesse stoppen kann. Die wenigen Owner, die ein Problem darstellen können, kann man dann bei Bedarf auf die Regel hinweisen und hat damit eine Handhabe.

Und überhaupt: Wer bei einer Safari oder einem Virtual sich selber ein wenig mit dem Thema beschäftigt hat, hat meistens auch ein eigenes Beispielfoto zur Hand.

Im Fall einer Webcam würde dann ganz schlicht und einfach verlangt, dass das Beispielfoto den Logbedingungen genügt. Also eben nicht einfach nur irgendein zufällig abends um 22 Uhr abgespeichertes Schwarzbild ist, weil halt um die Zeit das Listing angelegt wurde - sondern eins, wo der Owner drauf zu sehen ist. Schließlich verlangt man das von den Findern auch, dann kann man es auch erstmal selber machen. Als kleinen Nebeneffekt würde es vielleicht die Zahl der Webcamcaches mit extrem seltener Aktualisierung reduzieren, wenn die Owner selber eine Stunde lang auf dem Marktplatz "reload" drücken müssten und nicht nur die Finder ;)
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Der Windling
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* Der Owner muss am Ort gewesen sein und die Aufgabe selber erfüllt haben
Das finde ich für Safaris und Webcams eine gute und faire Lösung.
Vielleicht kann man dadurch auch die "lustigen" Mach-Dich-in-aller-Öffentlichkeit-zum-Affen-Listings bei den Webcams etwas eindämmen. (Das mag ja ab und zu mal ein netter Gag sein, aber ich will nicht bei jeder Webcam gleich mit einem riesigen Plakat auflaufen müssen...)
ekorren hat geschrieben: Ich glaube ansonsten nicht einmal, dass man das groß überprüfen muss. Regeln wirken meistens schon ganz gut als Richtlinien. Die meisten Owner werden sich also daran halten. Und es geht ansonsten ja nicht darum, alles perfekt gegen empfundenen Missbrauch oder kleinste Fehler abzudichten, sondern darum, dass man Exzesse stoppen kann. Die wenigen Owner, die ein Problem darstellen können, kann man dann bei Bedarf auf die Regel hinweisen und hat damit eine Handhabe.
+1
Sehe ich genauso.
Zuletzt geändert von Der Windling am 05.03.2018, 21:34, insgesamt 1-mal geändert.
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ekorren
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Der Windling hat geschrieben:
* Der Owner muss am Ort gewesen sein und die Aufgabe selber erfüllt haben
Das finde ich für Safaris und Webcams eine gute und faire Lösung.
Vielleicht kann man dadurch auch die "lustigen" Mach-Dich-in-aller-Öffentlichkeit-zum-Affen-Listings bei den Webcams etwas eindämmen. (Das mag ja ab und zu mal ein netter Gag sein, aber ich will nicht bei jeder Webcam gleich mit einem riesigen Plakat auflaufen müssen...)
Leider scheint der Owner, der zumindest hier in der Region zuletzt einige Affen-Webcams eingestellt hat, das wirklich lustig zu finden. Im Gegensatz zu den Powerpublishern hat er nämlich entsprechende Bilder eingestellt, auf denen er selber mit einer Fahne zu sehen ist.

Da ich aber davon ausgehe. dass die Mehrheit der prinzipiell interessierten Cacher es nur so lange lustig findet, bis man selber dort ist und die Bedingungen sieht, und deswegen zunächst bei dieser Webcam genervt auf ein Log verzichtet und dann bei Wiederholung irgendwann gar keine Lust mehr hat, glaube ich, dass solche Listings ab einer gewissen Menge OC deutlich mehr schaden als nützen.

Deswegen würde mir eine Regel gefallen, dass besonders auffälliges Verhalten nicht verlangt werden darf. Wäre auch ganz allgemein im Hinblick auf Schwierigkeiten mit Muggels vielleicht eine ganz sinnvolle Regel. Auch wenn dann sicher der eine oder andere stinkig ist, weil sein Lampenkletter-T5 auf dem Marktplatz doch sooo ein tolles Erlebnis und die Aussicht von der Lampe unbedingt zeigenswert ist...
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Le Dompteur
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Was mir bei der ganzen Diskussion zunächst sehr negativ auffällt: Hat eigentlich jemand den "Übeltäter" der Webcamschwemme mal kritisch angeschrieben und ihm die Möglichkeit zum Dialog gegeben?
Nein? Dann ist es wohlfeil, hinter dem Rücken und im Nachherein Regelungen zu verlangen. "Nulla poena sine lege" gilt auch hier.
ekorren hat geschrieben: * Der Owner muss am Ort gewesen sein und die Aufgabe selber erfüllt haben
Das wäre die fairste Voraussetzung, auch wenn sie nicht verhindert, daß jemand auf / aus Urlaubsreisen massenhaft Photos von sich und zukünftigen Virtuals mitbringt.
* Beschränkung der Anzahl von Virtuals und Webcams, die jemand besitzen darf (nicht oder deutlich anders für Safaris)
Nein. Wenn Reglementierung, dann vollumfänglich für alle Cachearten, aller Kategorien und alle Owner - der Fairness halber! (Daß ich davor Panik hätte, siehe weiter unten im Text...)
* Aufgaben, die besonders auffälliges Verhalten am Ort verlangen, sind unzulässig (bei Webcams reicht Anwesenheit auf dem Bild)
In Ordnung und "Erwachsenengerecht". Die Anwesenheit vor einer Webcam kann ausreichend belegt werden, indem der obligatorische Talisman oder Persönliches vor die Linse gehalten wird.
cacher.ella73 hat geschrieben:
Der Owner muss am Ort gewesen sein und die Aufgabe selber erfüllt haben
müsste doch vorerst ausreichen. Aber wer überprüft das?
Die Community. Weil der Owner ebenso, wie alle Nachfolgenden seinen obligatorisches "Persönliches" (s.o.) vor dem Objekt zeigen muß.

Was ich in eigener Sache zu Bedenken geben muß: Jede Quotenregelung wird sich nachteilig auf die Attraktivität und Zukunft von OC auswirken! Es gibt Neulinge, deren erster Cache ein Meisterwerk ist - ohne daß sie andere OC-Onlys gefunden haben (z.B. http://coord.eu/OC11EC3). Die sähe man dann nicht mehr.
In meiner Homezone spukt ein "Verrückter" umher, der z.Zt. 221 aktive OC-Onlys (!) hostet. Darunter sehr liebevolle, kreative, teure, aufwändige, grenzgeniale...
[bescheiden] Jaaa; ich habe einige davon gesehen, durfte sie aber leider nicht loggen.[/bescheiden]
Dieser OC-Only-Leger hat aber nur 16 fremde OC-Only-Caches finden können. Käme eine Quotenregelung von z.B. 10xGefunden->1xLegen, müssten 220 attraktive OC-Onlys (=99,54%) an der Nordgrenze eingestampft werden oder wären nie erdacht worden.
Vice versa bei Virtuals und Safaris. An manchen Orten eignet sich nur ein Virtual. Das ist der Sinn dieser Cacheart und der Heimvorteil von OC, daß jeder unbegrenzt die Freiheit hat, selber zu entscheiden, was an den zu zeigenden Ort paßt.
Mißbrauch ist nicht ausgeschlossen aber ich bitte darum, nicht Eure / meine "Veteranen"-Maßstäbe, was eine "gute Dose" oder eine "wertige Webcam" ist, auf alle anderen Cacher und Caches zu übertragen.

Einzig, die Hürde auf "ersteinmal 10 Stk. davon selber finden, vor dem ersten eigenen Legen" zu setzen scheint mir möglich - für jeden Cachetyp! Und dazu noch "selber vor Ort gewesen sein!". Und selbst das hinterläßt einen schalen Beigeschmack und wird uns interessierte Anfänger kosten.
"Cacheo ergo sum" - ich cache, also bin ich!
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Nordlandkai
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[quote="Le Dompteur"]
Was mir bei der ganzen Diskussion zunächst sehr negativ auffällt: Hat eigentlich jemand den "Übeltäter" der Webcamschwemme mal kritisch angeschrieben und ihm die Möglichkeit zum Dialog gegeben?
Nein? Dann ist es wohlfeil, hinter dem Rücken und im Nachherein Regelungen zu verlangen. "Nulla poena sine lege" gilt auch hier.
[/quote]

Also ich sehe das hier als eine öffentliche Diskussion an. Da darf jeder dran teilnehmen der möchte. Also tu dir keinen Zwang an und schreib dem Owner, dass er sich beteiligen möge, gerne auch unter seinem Namen.
[url=http://www.opencaching.de/viewprofile.php?userid=213923][img]http://www.opencaching.de/statpics/DE/213923.jpg[/img][/url]
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ekorren
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Le Dompteur hat geschrieben: Was mir bei der ganzen Diskussion zunächst sehr negativ auffällt: Hat eigentlich jemand den "Übeltäter" der Webcamschwemme mal kritisch angeschrieben und ihm die Möglichkeit zum Dialog gegeben?
Nein? Dann ist es wohlfeil, hinter dem Rücken und im Nachherein Regelungen zu verlangen. "Nulla poena sine lege" gilt auch hier.
Es gibt nicht "einen Übeltäter", sondern es geht um eine allgemeine Diskussion über die Frage, wie man mit undurchdachtem cut&paste-Massen-Publishing umgehen will. Die Plattform der Punktejäger-egal-was ist eigentlich nebenan. Im Fall des Norderney-Publishers hat es bereits von ihm selber angezettelte öffentliche Diskussionen gegeben, diese Person hat sich nach Ansicht vieler bereits persönlich vollständig für eine sinnvolle Diskussion disqualifiziert.
* Beschränkung der Anzahl von Virtuals und Webcams, die jemand besitzen darf (nicht oder deutlich anders für Safaris)
Nein. Wenn Reglementierung, dann vollumfänglich für alle Cachearten, aller Kategorien und alle Owner - der Fairness halber!
Nein, nein, und beliebig oft nein.

Es gibt hier einen ganz massiven Unterschied zwischen Virtuals und physischen Caches. Um einen physischen Cache zu legen, muss man Material besorgen, vor Ort ein Versteck suchen, und sich eigentlich auch später noch drum kümmern, ggf. pflegen. Wenn man letzteres nicht tut, wird die Dose irgendwann archiviert und jemand anders kann sich der Location annehmen. Jede noch so banale Dose bedeutet einen gewissen Aufwand - und damit auch eine gewisse Hemmschwelle, die banale Massen bremst. Außerdem steht bei einer physischen Dose immer auch das Suchen der Dose selber und der Eintrag im Logbuch, ggf. das Tauschen und Bewegen von Trackables im Vordergrund, zusätzlich zur Location.

Ein virtuelles Listing hat nichts davon. Es gibt quasi keinen Aufwand zum "Legen", man muss nichts pflegen... nur veröffentlichen und dann vergessen. Das verleitet dazu, auch undurchdachte Virtuals in großer Anzahl zu veröffentlichen. Und solche Virtuals in Masse zu suchen macht den meisten Leuten keinen Spass. Generell glaube ich, dass die meisten Cacher Virtuals als uninteressanter ansehen und keineswegs als vollwertigen Ersatz für eine echte Dose. Es sollte daher bei einem Virtual immer einen guten Grund geben, warum es ein Virtual ist - und der Grund "weil ich sonst Arbeit damit hätte" ist ebenso wenig ein guter Grund wie der Grund "Weil ich unbedingt mal wieder was veröffentlichen will".
Was ich in eigener Sache zu Bedenken geben muß: Jede Quotenregelung wird sich nachteilig auf die Attraktivität und Zukunft von OC auswirken!
Im Fall von Virtuals (und offensichtlich hast du nicht genau genug hingeschaut: Zumindest ich habe niemals eine Beschränkung der Zahlen von anderen Caches vorgeschlagen) sehe ich das gerade umgekehrt: Stellen, an denen sich Virtuals drängeln, wirken sich negativ auf die Attraktivität von OC aus. Auch hier: Norderney und die weltweiten Webcams sind nur Beispiele.
Es gibt Neulinge, deren erster Cache ein Meisterwerk ist - ohne daß sie andere OC-Onlys gefunden haben (z.B. http://coord.eu/OC11EC3).
Wer redet davon, dass OC-only gefunden werden müssen? Mit Doppellistings sieht das doch schon ganz anders aus.
Abgesehen davon ist der Fall, dass jemand überhaupt keine OC-Erfahrung hat und als erste Aktion bei OC ein Meisterwerk legt, vielleicht doch recht selten (außer bei Sockenpuppen). Sehr viel häufiger ist leider der Fall, dass jemand überhaupt keine Cachingerfahrung hat und als erste Aktion bei OC ein völlig unverständliches oder praktisch leeres Listing mit wirren Koordinaten erstellt, ohne tatsächlich eine Dose gelegt zu haben.
Käme eine Quotenregelung von z.B. 10xGefunden->1xLegen
Auch das ist m.W. nicht ernsthaft vorgeschlagen worden. Die Regel bei OP lautet "10 gefunden -> beliebig viele legen". Es geht nicht darum, sich das Recht, einen Cache zu legen, zu erarbeiten, sondern nachzuweisen, dass man die Website und das Cachen als solches kennengelernt hat und weiß, was man tut.
An manchen Orten eignet sich nur ein Virtual. Das ist der Sinn dieser Cacheart und der Heimvorteil von OC, daß jeder unbegrenzt die Freiheit hat, selber zu entscheiden, was an den zu zeigenden Ort paßt.
Richtig. Deswegen will ja auch niemand die Virtuals abschaffen.
Einzig, die Hürde auf "ersteinmal 10 Stk. davon selber finden, vor dem ersten eigenen Legen" zu setzen scheint mir möglich - für jeden Cachetyp! Und dazu noch "selber vor Ort gewesen sein!". Und selbst das hinterläßt einen schalen Beigeschmack und wird uns interessierte Anfänger kosten.
Natürlich würde eine solche Regel manche Dosen verhindern. Wer aber z.B. auf einer anderen Plattform schon länger aktiv ist, wird die Grenze von 10 auch durch Nachloggen von Doppellistings erreichen können.

Ich will damit nicht sagen, dass ich eine solche Regel wirklich haben will. Sinnvoller wäre wahrscheinlich, wenn Community und Support gemeinsam bei sehr schlechten Listings von Anfängern genauer hinschauen würden. Und dort, wo Zweifel bestehen, dass die Dose wirklich existiert und findbar ist, bei Nichtreagieren des Owners lieber mal kurzfristig archivieren als auf einen Beweis der Nichtexistenz zu warten. Denn diesen Beweis bei einem nichtssagenden und womöglich versehentlich veröffentlichten Listing ohne Hint und Spoiler und mit Koordinaten vollkommen unklarer Qualität kann niemand erbringen.
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Le Dompteur
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Vielleicht hätte ich meinem Beitrag diese Vorgeschichte voranstellen müssen, um glaubwürdiger gewirkt zu haben:
Ich hasse Anfängercaches! Sie kosten mich Zeit, Nerven und gute Laune. Zuletzt geschehen bei http://coord.eu/OC143F1 und http://coord.eu/OC14429 vor meiner Haustür! Ein hingerotzter, unverständlicher und -nötiger Virtual und ein völlig verpeiltes (!) Rätsel. Mit dem Newbie-Owner stand ich wochenlang im Dialog und lieferte Verbesserungsvorschläge. Ende vom Lied: Er resignierte und meldete sich von OC ab. Ein hoher Preis für das Verlangen nach einer "ordentliche Dose"!
Egal welche Regelung gefordert oder eingeführt wird, damit einher geht auch das Henne-Ei-Problem.
Wenn jemand (z.B.) 10 OC-onlys finden müsste vor der ersten eigenen Dose, kann das in manchen OC-armen Regionen sehr lange dauern und die Demotivation ist vorprogrammiert.
"Gute Safaris" erzwingt man auch nicht damit, daß deren Quantität reguliert wird. Die Qualität ist immer Owner-abhängig!
Ob Virtuals, wie auf Norderney schönen Tradis den Platz wegnehmen, wage ich zu bezweifeln. Wenn es ein schöner Ort ist, ist der Virtual sehenswert. Wenn es eine gute Idee war, kann man die - immer - ein paar hundert Meter weiter ebenso verwirklichen.
Geht es darum, Anfängerfehler zu minimieren? Dann sollte der Hinweistext "Willst Du Support vom 'Platzhirsch' / 'Admins' / 'Alten Hasen' haben?" bei den ersten 10 Dosen eines Newbies kommen.
Geht es darum, "Anfänger" an die "Regeln" zu erinnern? Dann reicht eine freundliche, konstruktive E-Mail bzw. der Ignore-Knopf bei Unfruchtbarkeit.
Es ist sehr leicht, OC zu unterwandern und unsere freien Möglichkeiten druch eine Flut von Belanglosigkeit auszunutzen. Wer weiß schon, ob dahinter "die dunkle Seite der Macht" steckt(e)?

Ich möchte jedoch nicht neue, teuer angeworbene OC-Only-Cacher mit einer Quotenregelung gleich vor den Kopf stoßen. Vielleicht wäre deren Steckenpferd Multis (die ich hasse!) und eine Bereicherung für andere? Oder sie hätten brilliante Safari-Ideen, müßten dafür aber unendlich weit und lange fahren, um "Punkte" bei 10 Tradis (z.B.) zu sammeln?
Wie wir es drehen und wenden, OC wird durch Regelungen gegen Schwemmen nicht attraktiver für Konvertiten - auch wenn die Karte "sauberer" aussehen würde.
P.S. Webcams interessieren mich nicht die Bohne, ebensowenig wie Events, weshalb ich zu entschuldigen bitte, daß ich die Hysterie ob der -Schwemme nicht teilen kann.
P.P.S. Ich drücke mich absichtlich überspitzt und plakativ aus! In Ordnung? Merci!
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Der Windling
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Ich denke, hier vermischen sich inzwischen mehrere verschiedene Themen. Ich versuche das mal kurz aufzudröseln.

Schwemme an copy&paste-Listings bei Webcams und anderen Virtuals:

Einige hier fanden es schade, dass ganze Gegenden mit ziemlich lieblosen Listings für Webcams/Virtuals überzogen wurden. Es wurde u.a. vorgebracht, dass so schöne, physische Caches auf der Karte untergehen könnten oder ggf. gar nicht erst gelegt werden. Eine Sub-Diskussion drehte sich um die Logbedingung bei vielen neuen Webcams, die ein besonders auffälliges Verhalten für das Foto fordert.
Dazu gab es diverse Lösungsvorschläge:
- Owner muss Nachweis erbringen, dass er selbst vor Ort gewesen ist und ggf. Aufgabe erfüllt hat (Logfoto)
- Beschränkung der Anzahl der Virtuals pro Owner (z.B. indem nur jeder 5. Cache ein Virtual sein darf)
- Aufgaben, die besonders auffälliges Verhalten vor Ort verlangen sind nicht/nur optinal zulässig
- Beschränkte Anzahl von Vitauls/Webcams pro Zeitraum (Woche/Monat)

Qualität der Safaris:
Hierbei ging es um die Qualität der Suchaufgaben, weniger um die Masse der Listings. Beispielsweise wurde der zeigenswerte/interessante/lustige/geocachingbezogene Aspekt von Safaris zu Strassenschildern oder Werbetafeln hinterfragt.
Die Lösungsvorschlage hierzu vermischten sich dann allerdings etwas mit der Webcam/Virtuals-Diskussion.
Auch hier gab es den Vorschlag
- Beschränkung der Anzahl der Virtuals pro Owner (z.B. indem nur jeder 5. Cache ein Virtual sein darf)
Da Safaris aber doch irgendwie ein eigenes Side-Game sind, wurde dieser Vorschlag deutlich kritisiert.
Wenn ich das richtig verstanden habe, gab es auch den Vorschlag
- Der Owner muss erstmal eine bestimmte Anzahl Safaris/Caches geloggt haben, bevor er die erste eigene Safari veröffentlichen kann

Qualität von Anfänger-Listings:
Nebenbei wurde in diesen Diskussionen immer wieder die Idee vorgetragen, dass ein Anfänger prinzipiell erstmal 10 Dosen (irgendeiner Art und nicht zwingend OC only) gefunden haben sollte, bevor er sein erstes eigenes Listing anlegen kann. Bei den meisten Vorschlägen ging es dabei nicht um eine dauerhafte Fund-Versteck-Quote, sondern nur um das allererste Listing eines Anfängers.
Diese Diskussion bezog sich auf eine allgemeine Regel für alle Caches und war nicht auf Virtuals irgendeiner Art beschränkt.
Als weiterer Vorschlag dazu steht die Idee im Raum, Anfängern beim erstellen Ihrer ersten 10 Listings einen Hinweistext "Willst Du Support?" anzuzeigen.
Zuletzt geändert von Der Windling am 10.03.2018, 21:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Zur Diskussion um die Qualität von Anfänger-Listings:

[quote="Le Dompteur"]
Geht es darum, Anfängerfehler zu minimieren? Dann sollte der Hinweistext "Willst Du Support vom 'Platzhirsch' / 'Admins' / 'Alten Hasen' haben?" bei den ersten 10 Dosen eines Newbies kommen.
[/quote]
Das fände ich grundsätzlich auch eine gute Art, Anfängern Hilfe anzubieten. Dazu müssten sich aber auch genug "alte Hasen" bereiterklären, diesen Support dann auch zeitnah zu leisten...
Da ich mir allerdings nicht ganz sicher bin, wieviele Newbies das Angebot annehmen würden, kann ich mir zusätzlich trotzdem eine Regelung vorstellen, die erstmal 5-10 Funde (irgendeiner Art, nicht ausschließlich oc only) fordert, bevor man sein erstes Listing anlegen kann.


Allgemeiner Verbesserungsvorschlag:

Ich fände es übrigens schön, wenn gleich oben auf der Startseite ein paar gut sichtbare Hinweise mit Link platziert wären:
1.) Was ist Geocaching und wie funktioniert das? (Auch für Muggels/Grundstücksbesitzer/etc., die vielleicht ohne Absicht eine Dose gefunden haben.)
2.) Wie verstecke ich einen Geocache?
3.) Weitere Informationen im OC-Wiki
Es gibt zwar schon den Link zum OC-Wiki, aber der ist aktuell recht unscheinbar und wird sicher leicht übersehen.
Zuletzt geändert von Der Windling am 10.03.2018, 21:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Der Windling hat geschrieben:
Geht es darum, Anfängerfehler zu minimieren? Dann sollte der Hinweistext "Willst Du Support vom 'Platzhirsch' / 'Admins' / 'Alten Hasen' haben?" bei den ersten 10 Dosen eines Newbies kommen.
Das fände ich grundsätzlich auch eine gute Art, Anfängern Hilfe anzubieten. Dazu müssten sich aber auch genug "alte Hasen" bereiterklären, diesen Support dann auch zeitnah zu leisten...
Ich meine, der Vorschlag kam mal von mic@, ist dann aber irgendwo / -wie in Vergessenheit geraten. Die "Alten Hasen" wären die Admins, die eh schon jeden Cache nach Veröffentlichung sichten. Die könnten die "Betreuung" an lokale Veteranen vermitteln. Man kennt sich - oft - untereinander und weiß, wer wo aktiv ist.

Ich fasse mein ceterum censeo zusammen: 10 Caches finden, dann darf der erste (von unendlich vielen) dieser Art veröffentlicht werden. Bei jedem Cache ein Logproof des vor-Ort-gewesen seins.
Die Zehn als Lern-Hürde. Weil; was bringt es an Qualitätserwartung, wenn jemand 10 Dosen eines Powertrails loggte und dann sein erstes Rätsel / Safari / Multi verpfuscht, weil eine vergleichende Erfahrung fehlt?
Der Logproof verhindert Couch-Potato-Schwemmen von Virtuals, Safaris, Webcamcaches wirkungsvoll.
Jedoch sollten alte "Sünden" Bestandsschutz haben, oder?

Das o.G. sind wahrlich harte Bandagen würden aber den Thread-Betreff "besseres OC" erfüllen - für die, die schon länger dabei sind. Anfänger würden sich jedoch gegängelt und unwillkommen fühlen.
"Cacheo ergo sum" - ich cache, also bin ich!
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Le Dompteur hat geschrieben: Ich fasse mein ceterum censeo zusammen: 10 Caches finden, dann darf der erste (von unendlich vielen) dieser Art veröffentlicht werden. Bei jedem Cache ein Logproof des vor-Ort-gewesen seins.
Da du hier offensichtlich zumindest auch Multis, Mysteries und Tradis getrennt behandeln willst: Das halte ich für weder sinnvoll noch umsetzbar und auf keinen Fall notwendig. Es käme ohnehin einer vollständigen Abschaffung aller Caches außer Tradi, Virtual und Safari gleich. Weder du noch ich noch mehr als vielleicht eine Handvoll andere OCer haben nämlich 10 Mysteries oder 10 Multis bei OC gefunden... d.h. es gäbe quasi niemanden, der solche Caches legen dürfte. Und damit auch niemanden, der sie finden kann. Und damit auch niemanden, der sie legen darf und so weiter...

Allenfalls könnte man über eine Zwei- oder Dreiteilung (Location based/Safari oder Physical/Virtual/Safari) reden.

Mir geht es auch nicht um einen langen Lernprozess mit verschiedenen Typen und am besten noch einer anschließenden intensiven Prüfung der psychischen Eignung als Cacheowner, sondern darum, dass man nicht vollkommen aus dem blauen Dunst heraus halt mal die Website ausprobiert, ohne zu wissen, wie sie funktioniert und mehr oder weniger versehentlich ein Listing veröffentlicht, mit dem keiner etwas anfangen kann. Wer 10 physische Caches gefunden hat, hat ohnehin höchstwahrscheinlich sehr viel mehr Listings angeschaut und allein dadurch schon mal andere Cachetypen versucht, zu verstehen. Dieses Herumblättern sollte zusammen mit dem erfolgreichen Finden von physischen Caches dafür sorgen, dass man eine gewisse Ahnung hat, wie Geocaching im Allgemeinen und OC im Speziellen funktioniert - also auch was ein Mystery ist oder wie ein Multi-Listing aussieht.

Die Möglichkeit, dass jemand einen Powertrail macht, ordentlich loggt, und ansonsten aber sich überhaupt nie mit weiteren weiteren umliegenden Caches beschäftigt hat, halte ich für eher theoretisch. Und dass auf der anderen Seite auch das erfolgreiche Finden oder gar Legen von hunderten Caches nicht garantiert, dass man in der Lage und gewillt ist, gute Listings zu schreiben, dafür werden wohl jedem genug Beispiele "nebenan" einfallen.
Der Logproof verhindert Couch-Potato-Schwemmen von Virtuals, Safaris, Webcamcaches wirkungsvoll.
Jedoch sollten alte "Sünden" Bestandsschutz haben, oder?
Natürlich.

Auch sollte der Nachweis, die Aufgabe selber erfüllt zu haben, nicht gerichtsfest sein, sondern plausibel. Safari-Listings, auf denen das Beispielfoto ein verschwommenes Objekt im Hintergrund einer riesigen Plakette oder eines fetten Fingers zeigt, sind hässlich. Es geht doch um das Objekt, um das Thema, und nicht um die Präsentation persönlicher Gegenstände. Deswegen möchte ich zwar bei Webcams ein Foto mit Owner verlangen. Ansonsten sollte es aber eher um Richtlinien gehen und ein Archivfoto, was man unterwegs gemacht hat, ohne spontan zu beschließen, daraus eine Safari zu machen und auch noch ein klassisches Logprooffoto einzulagern, sollte natürlich reichen.
Das o.G. sind wahrlich harte Bandagen würden aber den Thread-Betreff "besseres OC" erfüllen - für die, die schon länger dabei sind. Anfänger würden sich jedoch gegängelt und unwillkommen fühlen.
Wenn man zu hart ist (und das sind deine Vorschläge meiner Ansicht nach), fühlen sich nicht nur Anfänger gegängelt bzw. werden am Mitmachen dauerhaft gehindert. Dann wirft man gleich alle raus und kann dichtmachen. Das ist aber auch gar nicht nötig.

Was wir m.E. bremsen müssen (vollständig verhindern kann man es eh nicht), ist:

a) Massenhaftes (Couch-Potato-) Publishing um des Publishings willen bei Virtuals und Webcams (und evtl. Safaris)

b) Den "Affenzirkus" von Logbedingungen, wo man das Gefühl hat, der Owner sitzt zuhause und ergötzt sich bei der Vorstellung, wie andere Personen versuchen, die Bedingungen zu erfüllen (der aber eher dafür sorgt, dass die Leute auf das Log verzichten und im Wiederholungsfall irgendwann darauf verzichten, weitere Listings überhaupt zu lesen)

c) versehentliches oder unüberlegtes "Geocash soll doch sowas cooles sein, ich schreib da auch mal was"-Publishing von Leuten, die selber noch keinerlei Geocaching-Erfahrung haben

Denn das Ergebnis dieser Verhaltensweisen ist zwar auf den ersten Blick etwas mehr OC-Cachedichte (was OC eigentlich gut tun würde), aber auf die Dauer Frust und Abschreckung.
Zuletzt geändert von ekorren am 12.03.2018, 11:42, insgesamt 1-mal geändert.
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[quote="ekorren"]
(...)Es käme ohnehin einer vollständigen Abschaffung aller Caches außer Tradi, Virtual und Safari gleich. Weder du noch ich noch mehr als vielleicht eine Handvoll andere OCer haben nämlich 10 Mysteries oder 10 Multis bei OC gefunden... d.h. es gäbe quasi niemanden, der solche Caches legen dürfte. Und damit auch niemanden, der sie finden kann. Und damit auch niemanden, der sie legen darf und so weiter...[/quote]
Das ist eben o.g. Henne-Ei-Problem, das mit einer Einstiegshürde einhergeht. Wer erst mit dem 10ten (z.B.) Eigenen legen darf, wird dadurch beschränkt, für andere die "Einstiegsdosen" zu legen, damit diese ihre 10 zusammenbekommen. Klassischer Kettenbrief.

Es sind auch die beiden Threads "OC besser machen" und "OC attraktiver machen" zu differenzieren, den beides geht nicht zeitgleich IMHO.
"Attraktiver" ist OC, wenn Einsteiger / Umsteiger keine Hürden hätten und (sich) ausprobieren könnten. "Besser" ist ein ganz anderer Schuh und von einer höheren Warte (=Erfahrung, 1k-Fundzahlen, Qualität der eigenen Caches) aus gewollt. Das beißt sich.

Diskutierbar, wäre ein Vorab-Review, wie es die "dunkle Seite der Macht" praktiziert und so erfolgreich Unfug und Unbedachtheit verhindert. Leider bremst das auch die Kreativität und Planbarkeit massiv aus. Zu massiv, als daß ich diesen Gedanken weiterführen möchte.

Einen grottig schlechten Anfängercache (nach welcher "Norm" eigentlich?) kann man nie verhindern. Man sollte diese Owner aber nicht an den Pranger stellen (siehe: https://www.opencaching.de/cachelist.php?id=2084 ). Und das täten wir Foristen mit einer Numerus-Clausus-Forderung man müsse sich erst mit X Funden "bewähren" bevor man...
"Cacheo ergo sum" - ich cache, also bin ich!
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